English Français русский

Die Altbauten

Zu unserem Porjekt gehören auch zwei Altbauten: das alte Verwaltungsgebäude des Krankenhauses sowie das ehemalige Pförtnerhäuschen an der Karlsruher Straße. Bei der Entwicklung dieser Gebäude setzen wir andere Schwerpunkte als bei dem Neubau. Die Sanierung der Altbauten orientiert sich nach drei wesentlichen Aspekten: ein innovatives Orientierungsjahr, ein kostengünstiges und zugleich energetisch anspruchsvolles Sanierungsvorhaben, und zuletzt einen hohen Anteil an Eigenleistungsarbeit.

Der große Altbau

In dem alten Verwaltungsgebäude sollen etwa 80 Personen wohnen. Rund 40 bis 50 Personen werden hier zwischen Schule und weiterem Lebensweg ein Orientierungsjahr absolvieren, mit dem Ziel, verschiedene Studien- und Ausbildungsgänge kennenzulernen und die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Das Orientierungsjahr ist ein wichtiger Bestandteil unseres Bildungskonzepts.

Die weiteren Bewohnenden sollen vor allem Studierende, Promovierende und junge Berufstätige sein, um auch in diesem Gebäude eine Kontinuität der Bewohner*innenschaft zu gewährleisten und die Verbindung zwischen Alt- und Neubau zu fördern.

Im Erdgeschoss werden neben Wohnflächen mehrere multifunktionale Seminar- und Gemeinschaftsräume entstehen, die barrierefrei zu erreichen sind. Zudem sind kleine Werkstätten und Lagerräume im Keller geplant, die die große Werkstatt im Neubau ergänzen. Die oberen Stockwerke sind als Wohnraum vorgesehen.

Das Café

In dem ehemaligen Pförtnerhäuschen soll im Erdgeschoss ein selbstverwaltetes Café Raum für Begegnung und Austausch bieten. Besonders für die Nachbarschaft soll das Café einen Anlaufpunkt bilden. Außerdem wird das Café Raum für eine kleine Lebensmittelkooperative und/ oder ein „Repair-café“ bieten, bei dem z.B. Elektronikgeräte gemeinsam repariert werden können. Die Räume im oberen Geschoss werden Platz für Büros der Selbstverwaltung bieten. Zudem ist dort eine Beratungsstelle für das Mietshäuser Syndikat angedacht.

Planung und Sanierung

Zusammen mit dem Heidelberger Architekturbüro Gerstner + Hofmeister sind wir derzeit dabei, die energetische Sanierung der Altbauten zu planen. Da die Altbauten bereits in den 1930er Jahren entstanden sind und zuletzt als Verwaltungsräume genutzt wurden, werden einige bauliche Veränderungen notwendig sein. Um bezahlbares Wohnen möglich zu machen, ist es unser Ziel die Renovierungs- und Umbauarbeiten möglichst gering zu halten. Zusammen mit dem Eigenleistungsanteil werden auch KfW-Zuschüsse für energetische Maßnahmen eine bezahlbare energetische Sanierung ermöglichen.

Im Unterschied zum Neubau möchten wir hier viel in Eigenleistung realisieren. Ein Beitrag dazu werden die verschiedenen partizipative Baustellen leisten: mehrere Wochen gemeinschaftlicher Arbeit mit lokalen und internationalen Freiwilligen sowie Wandergesell*innen werden einige Rückbauarbeiten sowie auch Teile der eigentlichen Sanierung vorantreiben.

Im August 2020 haben wir großartige Unterstützung durch zwei von uns organisierte deutsch-französische Workcamps erhalten. Aus beiden Ländern kamen ca. 10- 15 junge Menschen, um mit uns zu arbeiten und sich auszutauschen. Neben den ersten Rückbauarbeiten im Gebäude wurde im Außenraum gepflastert und mit unserer CnC-Fräse Möbel gebaut. Zudem gab es Workshops (u.a. zu nachhaltigem Bauen) bei denen die Teilnehmenden das CA näher kennenlernen konnten.

Auch die Sanierung der Bestandsgebäude wird von der der Internationale Bauausstellung Heidelberg (IBA) begleitet, die als Exzellenzinitiative für Stadtplanung arbeitet. Die IBA fördert und begleitet bis 2022 zukunftsweisende Lösungen angesichts städtebaulicher und gesellschaftlicher Herausforderungen und kürte unser Projekt bereits 2015 zum IBA-PROJEKT unter dem Motto „Wissen | schafft | Stadt“.

Zudem dient die Instandsetzung der Altbauten, zusammen mit dem Holzneubau, als Praxismodell für die Erforschung flächensparenden Wohnens bei gleichzeitig hoher Lebensqualität, was vom Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) begleitet wird. Der Anspruch, sich auf das Wesentliche zu reduzieren (Suffizienz), drückt sich in experimentellem Wohnen, Gemeinschaftsflächen und Räumen für Kreativnutzung aus.

Der Feuer Voigl

Sie teilen unsere Vision eines selbstverwalteten Wohnheims und möchten einen Beitrag zur Verwirklichung leisten?

Unterstützen Sie uns mit einem Direktkredit.

Der Fertig Voigl

Du hast jetzt bereits Interesse daran 2021 in das frisch gebaute CA einzuziehen und die Selbstverwaltungsstruktur mitzugestalten?

Bewerben