Weihnachten im neuen CA
Liebe Unterstützer*innen,
zahlreiche Menschen haben uns auf unserem bisherigen Weg hin zum CA unterstützt. Hierfür möchten wir uns noch einmal sehr herzlich bedanken: Nur dank Ihnen konnten wir auch in diesem Jahr wieder kräftig voranschreiten und uns dem Ziel des Wohnheims ein großes Stück nähern. Einen kleinen Jahresrückblick können Sie im Bereich Aktuelles auf unserer Webseite finden. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr!
Ein Blick nach vorne
Aber wagen wir einen Blick noch weiter nach vorne: In zwei Jahren werden die ersten Bewohner*innen die Weihnachtszeit im fertigen Wohnheim verbringen und wir haben uns gefragt, wie das im neuen Wohnheim wohl aussehen könnte:
Die Adventszeit und Weihnachten sind für jeden Menschen verschieden, da alle eigene Traditionen und Vorstellungen von diesem Fest haben. Was bei vielen jedoch von Bedeutung ist, ist die Gemeinschaft und das Zusammenkommen mit Familie und Freund*innen, festliches Essen und meistens Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Auch im neuen Wohnheim wird sich eine vorweihnachtliche Stimmung einstellen. Eine Zeit fürs Plätzchenbacken, gemeinschaftliche Aktivitäten und natürlich auch der Möglichkeit, sich inhaltlich mit der Bedeutung von Weihnachten auseinanderzusetzen. Wie feiern Menschen an anderen Orten in der Welt Weihnachten? Wie kann man das neue CA weihnachtlich schmücken, ohne viel Müll zu verursachen? Wir können uns Workshops vorstellen, wie man ökologisch nachhaltig bastelt. In unserer Werkstatt können wir selbst Dinge herstellen, um anderen oder sich gegenseitig eine Freude zu bereiten – und genügsame Konzepte von Weihnachten diskutieren. In unserer Aula wird es eine Weihnachtsfeier geben, bei der neue vegetarische oder vegane Weihnachtsgerichte ausprobiert werden und die Gemeinschaft bei festlicher Tafel und sinnlicher Atmosphäre zelebriert wird. Und auch an den Feiertagen wird man im CA sicher nicht allein sein.
Ganz schön abgefahren, finden wir! Und welches Potenzial eine alternative weihnachtliche Zeit wirklich hat, wenn erstmal 176 Menschen zusammenkommen und einen Raum für kreative Ideen haben – das können wir uns jetzt noch gar nicht ausmalen. Deswegen ist es so wichtig, dass dieses Projekt zustande kommt und wir gemeinsam Räume schaffen, die viele junge Menschen zum kritischen Denken anregen und Ideen entfalten lassen.
Um in der Zukunft im CA nicht nur die Weihnachtszeit besonders gestalten zu können, sondern auch unsere vielen anderen Visionen zu entwickeln, sind wir in unserem Endspurt auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Wir hatten uns vorgenommen, bis zum Jahresende weitere 300.000 Euro an Direktkrediten einzuwerben. Davon haben wir bereits jetzt mehr als 200.000 Euro erreicht - womit wir auch verkünden können, dass wir in diesem Jahr unsere Direktkredite mehr als verdoppeln konnten. Unterstützen auch Sie uns bei unserem Jahresendspurt und werden Sie Teil unseres Projekts, das zukünftige und alternative Bildungsformen erarbeitet, die Vorteile von gemeinschaftlichem Wohnen erlebbar macht und ein ökologisch nachhaltiges Bewusstsein fördert. Schreiben Sie uns eine E-Mail, rufen Sie uns an oder klicken Sie einfach auf folgenden Button:
Mail: kontakt@collegiumacademicum.de
Telefon: 06221-652236
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie schöne Feiertage.
Weihnachtliche Grüße,
Ihr Projektteam
Collegium Academicum
Gemeinsam Leben und Lernen













Anschließend überreichte uns die „Altkollegiatin“ Renate noch ein ganz besonderes Geschenk: Ein Bild des ehemaligen CAs in der Seminarstraße. Dieses Bild hatte eine Bewohnerin des CAs gemalt. Es hing bis zu seinem Tod in der Kanzlei von Wolfgang, der von 1973 bis 1975 Leiter des ehemaligen CAs war. Nun findet es einen Ehrenplatz in unserem neuen CA. Mit dem Geschenk und den Glückwünschen verband Renate auch den Wunsch, dass das CA ein Ort werden möge, der Altes und Neues verbinde. Zuletzt hörten die Zuschauer*innen der Veranstaltung noch einige Geschichten und Anekdoten von Mitgliedern der Projektgruppe. Von denen der ersten Stunde, denen, die in der Sandgasse dazukamen und zuletzt denjenigen, die in der letzten Bauphase sehr aktiv waren und nun auch eingezogen sind. Wir hörten von vielen, vielen doch zu optimistischen Einzugsdaten (im ersten Flyer: 2014), von geschwänzten Veranstaltungen um einen Kredit für das CA zu verhandeln (und der damit verbundenen Strafarbeit über das Thema: „Absentismus am Arbeitsplatz“), von Zweifeln und Herausforderungen, aber insbesondere von der ursprünglichen Utopie, die dies alles am Leben hielt: Einen besonderen Ort für gelebte Demokratie, Gemeinschaft, Selbstentfaltung und Kultur zu schaffen, der denjenigen gehört, die darin wohnen. Und ein Ort, der überdies die Herausforderung unserer Zeit angeht: Die sozial-ökologische Transformation. Am Ende wurde es emotional. Nico und Franzi, die von Anfang an dabei waren und die Baustelle des Neubaus koordiniert haben, bedankten sich bei der Projektgruppe. Nico sagte: „Es gibt 10.000 Gründe oder mehr, warum das CA unmöglich ist – und vermutlich haben wir die alle einmal besprochen – und dann gibt es euch, das ganze Projektteam, und deshalb ist das CA möglich geworden.“ Franzi schloss dann ab mit einem Appell: „Lasst uns weiter die größten Ziele anstreben und uns nicht mit weniger zufrieden geben. Lasst uns die Welt gestalten. Lasst uns Beispiel sein und andere inspirieren. Lasst uns das CA zu einem immer undogmatischen, herzlichen und offenen Ort machen. Lasst uns Verantwortung übernehmen und lasst uns für eine gemeinsame Zukunft einstehen!“ Alle kamen auf die Bühne, es gab Umarmungen, Konfetti und Luftschlangen – und eine lange Standing-Ovation des Publikums.
















