Newsletters


Die erste Mitgliederversammlung, unser zweites Richtfest und über 300.000 € weitere Direktkredite

2023-05-14



Liebe Unterstützer:innen,

176 neue Bewohner:innen sind auch 176 Ideen und doppelt so viele Hände, die mit anpacken. Seit unserem Einzug vor inzwischen fast drei Monaten kann man dies mehr als deutlich spüren. Auf unserer ersten gemeinsamen Versammlung mit allen Bewohner:innen haben wir wichtige Entscheidungen für unser Zusammenleben getroffen, unser Orientierungsjahr wird immer konkreter und auch baulich gibt es einige Veränderungen. Was alles in der Zwischenzeit passiert ist, erfahren Sie in diesem Newsletter:

  • Direktkredite: Über 300.000 € bis Ende Mai benötigt
  • Die erste Mitgliederversammlung unseres Wohnheimsvereins
  • Arbeiten im Altbau nehmen Fahrt auf
  • falt*r – Warum der Name und was sonst noch hinter unserem Orientierungsjahr steckt
  • Auftritte in den Medien
  • Weitere Termine

Direktkredite: Über 300.000 € bis Ende Mai benötigt

Die lange Bauphase, der Sanierungsbeginn des Altbaus und endlich: der Einzug in unseren Neubau - alles, was wir bisher erreicht haben, ist nicht nur Ausdruck von großem Engagement. Es ist auch Ergebnis vielfältiger und vertrauensvoller Unterstützung. Schon vor dem Baubeginn, bevor von Mieteinnahmen überhaupt die Rede war, haben viele von Ihnen unserer Vision vertraut - keine leichte Entscheidung, aber es hat sich gelohnt. Für Ihr Vertrauen empfinden wir Dankbarkeit, die nur schwer in Worte gefasst werden kann. Erneut stehen wir an einem Punkt, an dem wir auf ihr Vertrauen und ihre Mithilfe angewiesen sind: Die letzten Schlussrechnungen für den Neubau stehen an und unser Altbau blickt seiner Fertigstellung entgegen. Unser Projekt ist nach wie vor nicht abgeschlossen und bedarf dringend weiterer Unterstützung. Ungefähr 300.000 € Direktkredite wollen wir in den nächsten drei Wochen einwerben. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe! Erzählen Sie gerne auch Ihren Freund:innen und Bekannten von unserem Projekt – jeder Euro zählt!

Die erste Mitgliederversammlung des Wohnheimsvereins

Auf dem Weg in das Carolinum

Eine Konsens­abstimmung auf der ersten Mitglieder­versammlung des Wohnheims­vereins (© CA)

Nach dem erfolgreichen Einzug haben die Bewohner:innen des Neubaus die erste Mitgliederversammlung abgehalten. Neben Finanzberichten und anderen formellen Punkten stand auch der Beschluss der Arbeitsbereiche der Gremien, AGs und Initiativen auf der Tagesordnung. Außerdem fand die Wahl des Belegungsgremiums - kurz: Belegium - statt. Die gewählten Vertreter:innen werden fortan mit dem Auswahl neuer Mitbewohner:innen beauftragt.

Arbeiten im Altbau nehmen Fahrt auf

In unserem Altbau geht es voran: Ende dieses Jahres sollen dort 50 junge Menschen einziehen, um an unserem Orientierungsjahr teilzunehmen. Zudem sollen dort 30 weitere Wohneinheiten für den sozialen Wohnungsbau und WGs entstehen. Damit das gelingt, wurde in den letzten Monaten viel getan: Zahlreiche Firmen – von Elektriker:innen bis zu Maler:innen, vom Trockenbau bis zum Dach – haben ihre Arbeit aufgenommen. Rohbau- und Zimmerei-Arbeiten sind bereits abgeschlossen und sogar die Fertigstellung der Dachgauben konnten wir mit einem kleinen Richtfest feiern.
Durch neue, bodentiefe Fenster wirkt der große Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss schon jetzt sehr einladend und macht neugierig auf die Seminare, Aktionen und Zusammenkünfte, die dort in Zukunft stattfinden werden. Auch im Rest des Gebäudes wurden Fenster und Türen eingebaut und sorgen für ein angenehmes Licht im gesamten Altbau. Gleichzeitig gewährleistet einen Dreifachverglasung eine nachhaltige Wärmedämmung.
Auf dem Weg in das Carolinum

Gruppenfoto beim Richtfest des Altbaus (© CA)

Doch nicht nur im Inneren des Altbaus tut sich viel, auch die Außenraumarbeiten haben begonnen: Der Treppenabgang zu unserer zukünftigen Fahrradwerkstatt steht, zwischen Neu- und Altbau präsentieren sich die fertiggestellten Gehwege, die Rigole wird eingebaut und der barrierefreie Südeingang am Altbau, der unsere beide Gebäude in Zukunft verbinden wird, ist auch fertig! Außerdem wird unser Altbau gerade eingepackt: Die Arbeiten an der Außendämmung schreiten nämlich gut voran.
Um die sehr großen Räume im Obergeschoss zukünftig auch als WG-Zimmer nutzen zu können, hat auch schon der Einbau unserer ökologisch hergestellten Trockenbauwände aus Stroh begonnen.

falt*r – Warum der Name und was sonst noch hinter unserem Orientierungsjahr steckt

Im Dezember berichteten wir zuletzt von den aktuellen Entwicklungen rund um unser geplantes Orientierungsjahr im CA. Danach erreichten uns einige Nachfragen, die insbesondere auf die Bedeutung des Namens abzielten sowie auf die genauen Programminhalte. Gerne möchten wir unsere Überlegungen zum Namen hier mit Ihnen teilen - auf unserer neuen Homepage https://faltr.de/ gibt es zusätzlich genauere Informationen zum Programm. Wir freuen uns sehr, wenn Sie unser Angebot an interessierte junge Menschen weiterleiten und sie für eine Teilnahme am falt*r begeistern. Wir haben lange diskutiert, haben "Marktforschung" betrieben und uns auf Identitätssuche begeben. Was soll unser Orientierungsjahr sein? Wie fühlt es sich an? Welche Qualitäten soll es haben? Darauf aufbauend haben wir uns auch mit unserer visuellen Identität beschäftigt: Sie sollte an das Wohnheim angelehnt sein, die Origami-Optik und die Farben aufgreifen und sich gleichzeitig etwas abheben - schließlich ist es nicht nur ein Wohnheim, sondern auch ein Bildungsprogramm!
Auf dem Weg in das Carolinum

Der falt*r stellt sich vor - Hier auf der Berufswahlmesse „Einstiegr Frankfurt“(© CA)

Für uns blieb so der Favorit “falt*r” - warum? Ein Falter ist ein Tier, das wie auch unsere Origamivögel (im Logo) frei umherflattert. Falten erinnert auch an entfalten - das wollen wir natürlich fördern. Zusätzlich haben wir uns dazu entschieden, dem Namen noch eine individuelle Note zu geben. Der Ästhetik wegen und auch, um ein Nachdenken über Toleranz und eine inklusive Gesellschaft anzuregen und um gleichzeitig einen eindeutig auf uns zurückzuführenden „Markennamen“ zu haben, haben wir ein Sternchen eingefügt. Schon im Mai haben wir uns auf Messen und in Schulen vorgestellt. Auch im Juni gibt es verschiedene Möglichkeiten, das falt*r-Team kennenzulernen

Auftritte in den Medien

Auch über Landesgrenzen hinaus wird das CA nun bekannt. Unter dem Titel Des étudiants allemands créent la cité U de leurs rêves, zu Deutsch: „Deutsche Studierende erschaffen die Stadt ihrer Träume“ berichtete die französische Umweltzeitschrift Reporterre Mitte April über unser Projekt.

Kurze Zeit später besuchte uns Katharina Thoms für den Radiosender Deutschlandfunk Kultur. In ihrem fünfminütigen Beitrag „Studierende als Bauherrn - Bezahlbar leben im selbst gebauten Wohnheim“ spricht sie sowohl mit einer frisch eingezogenen Bewohnerin als auch einem Gründungsmitglied des Projekts.

Für den Sender Deutschlandfunk Nova publizierte sie einen weiteren Radiobeitrag, in dem sie besonders auf unsere Selbstverwaltung und die baulichen Besonderheiten unseres Wohnheims eingeht. Dieser ist unter dem Titel „Wohnen in Heidelberg- Studierende bauen Wohnheim selbst“ online abrufbar.

Pauline May berichtete für die Münchner Studierndenzeitung Philtrat über unser Wohnheim und hat für ihren Artikel ebenfalls ebenfalls mit zwei Bewohnenden gesprochen.

Auch der regionale Fernsehsender RON TV berichtete in seiner LIVE-Sendung m 03. Mai 2023 über unser Projekt. Der entsprechende Beitrag ist unter diesem Link verfügbar.

Weitere Termine

Wir laden herzlich zu unseren nächsten öffentlichen Führungen, am Sonntag, den 21. Mai und Sonntag, den 18. Juni, jeweils um 14 Uhr ein. Treffpunkt ist vor dem Pförtnerhäuschen auf unserer Fläche auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle Ortenauer Straße in Heidelberg-Rohrbach. Eine Wegbeschreibung finden Sie auf unserer Website unter Anfahrt.
Wir bitten außerdem um eine vorherige Anmeldung per Mail an exkursion@collegiumacademicum.de. Außerdem möchten wir alle Interessierten auf unsere HammerCAmps – unseren diesjährigen Eigenleistungswochen – aufmerksam machen. Falls Sie Lust auf handwerkliche Betätigung im Altbau, verschieden Bildungsangebote und gemeinsame Freizeit in einer großen Gruppe haben, vermerken Sie sich folgende Termine:

  • 03.-09. Juli
  • 17.-23. Juli
  • 31.-06. August
  • 14.-20. August
  • 04.-10. September Die Anmeldung finden Sie hier.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Projektgruppe und alle Bewohner:innen des CA


Der Einzug – Leben und Lernen im CA

2023-02-23



Liebe Unterstützer:innen,

das neue Jahr steckt noch in den kühlen Kinderschuhen, hält aber schon jetzt einiges bereit. Denn nach all der Zeit und des langjährigen Einsatzes unserer Projektgruppe erreichen wir den bislang größten Erfolg: Leben kehrt in das CA ein! Von nun an wohnen in unserem Holzneubau 176 junge Menschen, die Heidelberg mit ihrem Engagement und frischen Ideen bereichern. Ganz in diesem Sinne blicken wir hier gemeinsam auf diesen wichtigen Meilenstein zurück; durchlaufen erneut die letzten Hürden, die vor dem Einzug lagen und wagen einen Blick auf die kommende Zeit.

Jedoch sind wir trotz der festlichen Stimmung – von der Sie hoffentlich auch nicht verschont bleiben – nach wie vor nicht an unserem Ziel angelangt und die Reise geht weiter. Denn direkt neben unserem Neubau bewegt sich unser großes Bestandsgebäude auf seine Fertigstellung zu. Um die generellen Baukosten sowie ungeplante Mehrkosten zu decken, benötigen wir Ihre Hilfe: Bis Ende März wollen wir weitere 600.000 € an Direktkrediten einwerben – ein ambitioniertes Ziel, das nur mit ihrer Unterstützung möglich wird!

Endspurt in der Eigenleistung

Zehn Jahre ist die Idee eines selbstverwalteten Wohnheims nun alt: Eine WG in der Altstadt Heidelbergs erträumte sich damals einen Ort für bezahlbares Wohnen, eine Bildungsstätte, einen Freiraum. Auf dem Weg dahin erfordern diese großen Visionen vor allem umfangreiches Engagement, Verantwortung und Arbeit.

So auch in den vergangenen Wochen: Für viele einsatzbereite Projektgruppenmitglieder und zukünftige Einziehende umfasste die typische Woche in der vergangenen Zeit mehrere Tage, die vollgepackt mit Eigenleistung waren. Meist an den Wochenende fanden sich zwanzig bis dreißig Engagierte auf der Baustelle ein. Hier bauten die Handwerksbegeisterten die letzten Schiebetüren auf, installierten Küchen und verkleideten Trockenbauwände mit Holz. Immer begleitet von einem leckeren Mittagessen und guter Stimmung gelang es, die restlichen Arbeiten der Eigenleistung für unseren Neubau so weit abzuschließen, dass vor allem die Wohnungen vor der Abnahme bezugsfertig waren.

Einzug in Etappen

Nachdem die entsprechenden Gutachter:innen unser Gebäude geprüft hatten und schließlich alle fehlenden Abschlussberichte bei den zuständigen Behörden eingegangen waren, hielten wir endlich unsere Abnahme in den Händen. Dem Einzug stand nichts mehr im Wege. Doch wie kann ein Einzug mit 176 Menschen möglichst reibungslos vonstattengehen? Um dabei nicht im kompletten Chaos zu versinken, hatte sich hierfür schon frühestmöglich ein Planungsteam gefunden, das sich mit der Koordination beschäftigte.

Dann war es so weit: Ausgestattet mit Akkuschrauber, vollem Gepäck und natürlich einer großen Portion Vorfreude betraten die künftigen Mitbewohner:innen die Fläche. Hier zeigten die Menschen des Planungsteams – wahre Multitalente – den Einziehenden unter anderem, wie sie ihre selbst gefrästen Möbel zusammenbauen müssen und welche Möbelspenden für ihre Wohnung vorgesehen sind. Unsere fleißigen Mitglieder der AG Mietverwaltung übergaben im Nachhinein die Schlüssel und schrieben jeweils das Übergabeprotokoll.

Besprechung der Koordinierenden und der AG Mietverwaltung am Informationsstand

Besprechung der Koordinierenden und der AG Mietverwaltung am Informationsstand ©Uli Hillenbrand

Der Einzug ist jetzt vollbracht. Alle Zimmer sind gefüllt und wer von außen in die Fenster blickt, erkennt ein buntes Treiben: In einer WG wird noch eine Wand gestrichen, in der anderen montieren die frisch gebackenen Mitbewohner:innen geübt ihre übrigen Fußbodenleisten. Anderswo sieht man schon ein eingeräumtes Zimmer, Pflanzen stehen am Fenster. Hier und dort wird gekocht.

Ankommen, Kennenlernen, Weiterdenken

Nachdem in der nächsten Zeit die Bewohner:innen die Restarbeiten ihrer WGs abgeschlossen haben, steht auch schon eine große Einzugsveranstaltung vor der Tür. Dabei wird der Umgang mit dem Haus nahegelegt: Fragen zu der Photovoltaikanlage, dem richtigen Lüften des Passivhauses und der Nutzung des Aufzugs finden hier ihre Antwort.

Außerdem stellen sich die einzelnen Gremien, Arbeitsgruppen und Initiativen des Projekts vor, in die sich die tatkräftigen Mitbewohner:innen in Zukunft einbringen sollen – ein selbstverwaltetes Wohnheim verwaltete sich nämlich nicht von selbst. Zudem werden die Bewohnenden in der ersten Mitgliederversammlung mit dem zentralen Entscheidungsorgan der Selbstverwaltung in Berührung kommen.

Ein Lichtermeer – der bewohnte Neubau bei Nacht

Ein Lichtermeer – der bewohnte Neubau bei Nacht © Uli Hillenbrand

Generell sind eine Handvoll Arbeiten auch noch nicht abgeschlossen und bieten noch Spielraum für Kreativität und Engagement – so zum Beispiel der Außenraum, der auch eine große Gestaltungsfläche für die Initiative Garten bieten wird, die sich noch in ihrer Gründung befindet. Die kommenden Wochen und Monate halten somit weitere spannende Geschichten bereit, von denen wir Ihnen gerne wieder berichten.

Weitere 600.000 € Direktkredite – Ihre Hilfe zählt

Ihre Unterstützung und Vertrauen in uns und unsere Vision hat schon jetzt Berge versetzt. Mehr als vier Millionen Euro an Direktkrediten haben wir mit Ihrer Hilfe gesammelt. Dieser finanzielle Rückenwind lässt uns unseren Traum verwirklichen, Gemeinschaft zu schaffen und Gesellschaft zum Besseren zu verändern.

Auch nach dem Einzug bedarf es weiterer Unterstützung: Häufige Bauzeitverzögerungen, Mehrkosten im Neubau, steigende Preise – leider bleiben auch wir davon nicht verschont. Das schlägt sich in unserer Finanzierung nieder: Um in der kommenden Zeit all unsere Kosten zu decken und die Mieten im Altbau so gering wie möglich zu halten, benötigen wir bis Ende März weitere 600.000 Euro!

Auftritte in den Medien

In der Wochenzeitung Kontext gab Sabine Hebbelmann Ende letzten Jahres einen umfangreichen und lebendigen Einblick in die Wurzeln, Entstehung und Umsetzung unseres Mammutprojekts. Dabei begleitet Sie Franziska Meier, Mitbegründerin und aktives Projektgruppenmitglied des CA. Lesen Sie deshalb unbedingt „Öko, demokratisch und unabhängig“.

Ein kurzer Blick gen Altbau: Anlässlich des Sanierungsbeginns hat die Rhein-Neckar-Zeitung Mitte Januar in ihrem Artikel „Für das neue Collegium Academicum wird jetzt der Altbau saniert“ über unser Bestandsgebäude berichtet. Hier wird Raum für ein Orientierungsjahr, sozialen Wohnungsbau und weitere WGs geschaffen.

Kommen wir nun zu unseren neusten Auftritten – der Einzug weckte nämlich großes mediales Interesse und hinterließ eine bunte Mischung an Fernseh– und Zeitungsbeiträgen: Im Mannheimer Morgen können Sie im Artikel von Michaela Rossner über unseren Einzug lesen. Den Artikel finden Sie hier.

Außerdem begleitete uns SWR Aktuell beim Einzug. Das Video finden sie hier. Unser Beitrag beginnt ab Minute 15:17. Darüber hinaus sind wurde auch in den tagesthemen (ab 27:48 min) und der ZDF Drehscheibe über uns berichtet. Freuen Sie sich auf viele weitere Beiträge und halten Sie die Augen offen!

Abschließend noch etwas Werbung in eigener Sache: Auf unserer Instagram-Seite erklärt unser Social-Media-Team kurz und knapp, was es mit Direktkrediten auf sich hat. Den Beitrag finden Sie hier - teilen Sie ihn gerne mit Freund:innen, Verwandten und Bekannten!

Termine

Wir laden Sie herzlich zu unserer nächsten öffentlichen Führung am 26. März um 14 Uhr ein. Treffpunkt ist vor dem Pförtnerhäuschen auf unserer Fläche auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle Ortenauer Straße in Heidelberg-Rohrbach. Wir bitten um das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Anmeldung per Mail über exkursion@collegiumacademicum.de.

Außerdem: Der Einzug in unser Wohnheim muss natürlich gefeiert werden. In den kommenden Newslettern erfahren Sie mehr über unsere Eröffnungsfeier!

Mit freundlichen Grüßen und großem Dank

Ihre Projektgruppe und alle Einziehenden des CA


Das Orientierungsjahr entfaltet sich

2022-12-30



Liebe Unterstützer*innen,

In der Zeit „zwischen den Jahren“ ist auch für uns der Moment gekommen, um innezuhalten und das vergangene Jahre Revue passieren zu lassen. Für ein Projekt wie das CA, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aspekte und Teilprojekte, ist es dabei gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. In den Medien und auch in unserem Newsletter stehen dabei aktuell vor allem der Baufortschritt unseres Neubaus und die vorbereitenden Arbeiten an unserem großen Altbau im Fokus.

Daher möchten wir diesen Newsletter nutzen, um mit Ihnen gemeinsam auf die Fortschritte bei der Konzeption unseres Orientierungsjahres zurückzuschauen! Dank einer Großspende haben wir seit Mitte 2021 die zeitlichen und finanziellen Ressourcen, um dafür ein umfassendes pädagogisches und organisatorisches Konzept zu entwickeln.

Ein neuer Name für das Orientierungsjahr

Eine besondere Herausforderung war dabei die Entwicklung eines neuen Namens und Logos für das Orientierungsjahr. Nach vielen Monaten voller kreativer Workshops und langen Diskussionen in der Projektgruppe freuen wir uns nun Ihnen das Ergebnis zu zeigen:

Die erste Broschüre zum falt*r – dem Orientierungsjahr im CA

Die erste Broschüre zum falt*r – dem Orientierungsjahr im CA (© Johannes Roßnagel)

Mit dieser ersten Broschüre, die pünktlich zu Weihnachten aus dem Druck kam, möchten wir in den nächsten Monaten insbesondere Spender*innen ansprechen, die den falt*r durch ihre Spenden möglich machen. Neben einem Grußwort von Rafik Schami, der selbst im alten CA in der Seminarstraße lebte, erläutern wir in der Broschüre das pädagogische Konzept, die Komponenten des Programms, den Jahresablauf und natürlich den finanziellen Bedarf.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Für jeden Durchgang des falt*r werden etwa 100.000 Euro Spenden benötigt. Diese decken, gemeinsam mit Zuwendungen von Stiftungen, staatlichen Fördermitteln und einem kleinen Teilnahmebeitrag, alle Kosten für das pädagogische Programm, insbesondere die angemessene Bezahlung des mehrköpfigen pädagogischen und administrativen Teams, die die jungen Menschen begleiten und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Unser Ziel ist es, bis Ende März 100.000 Euro für den ersten Jahrgang zu sammeln, der bereits im Oktober 2023 starten wird.

Wenn auch Sie die Realisierung des falt*r unterstützen wollen, dann freuen wir uns über Ihre Spende! Wenn Sie Interesse an der Broschüre für Spendeninteressierte haben, dann schreiben Sie uns gerne ein E-Mail an faltr@collegiumacademicum.de mit ihrer Postadresse und der gewünschten Anzahl an Broschüren.

Gerne können Sie Ihre Spende auch direkt überweisen:

Kontoinhaber: Förderverein Collegium Academicum Heidelberg e.V.
IBAN: DE92 4306 0967 6036 6733 00
Bank: GLS Gemeinschaftsbank eG
Verwendungszweck: Spende faltr, Ihr Name, Ihre Email / Ihre Anschrift

Finanzierung bis Ende September 2023 erfolgreich eingeworben

Einen großen Erfolg konnten wir Ende November feiern: Die Finanzierung der Vorbereitungsphase des falt*r, von Januar bis September 2023, ist durch eine erneute Großspende gesichert. Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung, die es uns ermöglicht den ersten Jahrgang gut vorzubereiten und das Konzept von der Theorie in die Praxis zu bringen.

Kooperationen für ein vielfältiges Angebot

Neben der Ansprache von Spender*innen, dem Erstellen des Finanzplans, sowie der Vernetzung mit anderen Anbietern von Orientierungszeiten (wie im vergangenen Newsletter berichtet) haben wir in den letzten Monaten Kooperationspartner*innen gesucht – und gefunden. Ein inhaltlicher Schwerpunkt im falt*r ist die sozial-ökologische Transformation. Wir freuen uns sehr, dass das Institut für Energie- und Umweltwissenschaften (ifeu) in Heidelberg uns hierbei mit Seminaren unterstützen wird. Mit dem ifeu verbindet uns eine langjährige Partnerschaft, die im Orientierungsjahr weiter vertieft wird.

Die Themen politische Teilhabe und Demokratie lernen sind uns ebenfalls eine Herzensangelegenheit. Im Zusammenleben werden die Teilnehmenden ganz praktische Erfahrungen damit sammeln. Außerdem wird die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg einen festen Programmbestandteil als Kooperationspartnerin erhalten, die anhand von Planspielen und Workshops das Thema Demokratie greifbar machen wird.

Ein Orientierungsjahr ohne Kooperation mit der Universität Heidelberg können wir uns nicht vorstellen, daher haben wir uns seit Anfang des Jahres mit vielen Vetreter*innen unterschiedlicher Abteilungen getroffen und gemeinsam überlegt, wie eine gute Zusammenarbeit aussehen kann. Kurz vor Weihnachten wurden wir dafür zu einem Gespräch in der Universitätsverwaltung – im Carolinum in der Seminarstr. 2 – eingeladen, ein Gebäude, welches für alle CAler*innen eine ganz besondere Bedeutung hat.
Auf dem Weg in das Carolinum

Auf dem Weg in das Carolinum (© CA)

Wir hoffen, dass Sie ebenso begeistert von der Vorstellung sind, dass 50 junge Menschen ein Jahr gemeinsam leben und lernen und danach Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft übernehmen, wie wir.

Herzliche Grüße und einen guten Rutsch in das neue Jahr wünscht die Projektgruppe des CA!

P.s. Die nächsten Führung über das Gelände des CA findet am 15.01. um 14 Uhr statt. Wir bitten um eine kurze Anmeldung per Mail an exkursion@collegiumacademicum.de und freuen uns auf Ihren Besuch!

Vernetzen und Endspurt im Neubau

2022-12-19



Liebe Unterstützer*innen!

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen immer kälter und während viele beginnen, sich auf die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel zu freuen, steigt bei uns vor allem die Vorfreude auf den baldigen Einzug und bringt spürbar Schwung ins Projekt: Wöchentlich finden Arbeitseinsätze statt, bei denen wir in Eigenleistung auf der Baustelle mit anpacken, im Rahmen unseres Bildungskonzepts vernetzen wir uns mit anderen Anbietern von Orientierungszeiten und auch in Sachen Finanzierung hat sich einiges getan. Deshalb informieren wir Sie in diesem Newsletter über folgende Themen:

  • Informationen zum Brand in der Neubauwerkstatt
  • CA vernetzt: Treffen mit anderen Anbietern von Orientierungszeiten
  • Arbeiten im Neubau laufen auf Hochtouren
  • Finanzierung: Über 400.000 € an Direktkrediten seit Spätsommer eingeworben – kurzfristig noch 300.000 € für den Neubau benötigt
  • Auftritte in den Medien

Informationen zum Brand in der Neubauwerkstatt

Wie einigen von Ihnen wahrscheinlich bereits aus der Presse bekannt ist, hat es leider in der vorletzten Woche am Donnerstagabend in unserer Werkstatt im Neubau gebrannt. Glücklicherweise kamen dabei keine Personen zu Schaden.
Aufgrund früher Branderkennung durch Personen aus dem Projekt sowie eines schnellen Eingreifens der Feuerwehr und eines guten Brandschutzes in der Werkstatt begrenzte sich der Brand auf einen kleinen Teil der Werkstatt und griff auf keine weiteren Räumlichkeiten über.
In der Werkstatt befanden sich unsere Werkzeuge sowie Maschinen und Materialien, die wir für unseren Eigenleistungseinsätze nutzten. Derzeit kann die genaue Höhe des Sachschadens noch nicht eingeschätzt werden. Die Brandursache wird aktuell noch ermittelt.
Auch wenn der Brand ein Rückschlag für unser Projekt ist, sind wir vor allem froh und dankbar, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind und dass der Brand schnell entdeckt und gelöscht werden konnte. Dennoch sind wir nun umso mehr auf Ihre Unterstützung angewiesen.

CA vernetzt: Treffen mit anderen Anbietern von Orientierungszeiten

Nicht nur nachhaltiges Wohnen steht bei uns im Fokus, denn neben einem Ort zum Wohnen wollen wir auch ein Ort des Austauschs und der persönlichen Weiterentwicklung sein. Um dieses Ziel zu erreichen, soll in dem ebenfalls zum Projekt gehörenden Altbau Wohn- und Lebensräume für etwa 50 junge Menschen geschaffen werden, die nach der Schule dort ein Jahr zusammenleben und durch die Erfahrungen der Selbstverwaltung sowie verschiedene Vorträge, Workshops und andere Bildungsangebote die Möglichkeit erhalten sollen, herauszufinden, wie sie ihr weiteres Leben gestalten wollen.
Mitte Oktober haben wir deshalb andere Anbieter mehrmonatiger Orientierungszeiten für junge Menschen zu uns eingeladen und gemeinsam Ideen und Konzepte ausgetauscht. Auf dem Programm standen verschiedene Workshops und der Austausch zu Themen wie dem Fundraising für Bildungs-NGOs oder der Frage nach dem Format und den Inhalten eines Orientierungsjahrs. Außerdem wurde die Frage diskutiert, wie man die richtige Zielgruppe und geeignetes Personal für ein solches Bildungsangebot findet.  Wichtig war auch der Austausch über gegenseitige Vernetzungs- und Unterstützungsmöglichkeiten.
Die Abbrucharbeiten im Altbau gehen voran

Das CA und andere Anbieter von Orientierungszeiten vernetzen sich(© CA)



Arbeiten im Neubau laufen auf Hochtouren

Die Abbrucharbeiten im Altbau gehen voran

Der Neubau ohne Gerüst(© CA)

Besonders im Neubau hat sich in den letzten Monaten einiges getan: An nahezu jedem Wochenende fanden Eigenleistungseinsätze statt, die uns ein großes Stück vorangebracht haben. Durch das Verkleiden der Wände zwischen den Wohnungen mit Gipskarton und das damit verbundene Errichten der Brandschottungen konnten die baulichen Brandschutzmaßnahmen im Innenbereich abgeschlossen werden. Auch an der Holzfassade wurden Brandschutznachrüstungen im Bereich der Fallrohre vorgenommen und das Gerüst wurde abgebaut, sodass der Baufortschritt nun auch von außen zu sehen ist. In den Wohnungen wurden außerdem alle Nachbesserungen beendet, die Wände wurden gestrichen und die Böden erhielten ihren Belag, sodass die Zimmer schon jetzt sehr wohnlich aussehen. Weil diese Vorleistungen vollbracht sind, laufen jetzt die Eigenleistungen zum Küchenaufbau und zum Aufbau der Schiebewände auf Hochtouren. Parallel dazu wird im gesamten Neubau die Gebäudetechnik für die Inbetriebnahmen vorbereitet. Auch der Aufzug ist aufgebaut und erwartet in Kürze seine Abnahme durch die Sachverständigen. Die Laubengänge und Treppenhäuser sind fertig; nur noch in Teilbereichen müssen kleinere Ausbesserungen vorgenommen und Beschichtungen aufgebracht werden.
Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten besonders auf den Außenraum, wo Pflasterarbeiten im Bereich des Laubengangs vorgenommen und die Übergänge vom Wohnheim zu den öffentlichen Flächen hergestellt werden. Da der Kran im Innenhof des Neubaus abgebaut und die durch ihn entstandene Grube aufgefüllt und mit Randsteinen gesäumt wurde, lässt sich auch hier das zukünftige Aussehen erahnen. In den nächsten Wochen folgen die letzten Nachrüstungen an den Brandschürzen, die Fertigstellung vieler weiterer Details und die parallele Erstellung aller Dokumentationen für die Abnahmen. Das heißt, das Ende der Bauarbeiten ist absehbar und wir hoffen auf gutes Wetter und einen reibungslosen Ablauf auf der Baustelle für unseren Endspurt.

Finanzierung: Über 400.000 € an Direktkrediten seit Spätsommer eingeworben – kurzfristig noch 300.000 € für den Neubau benötigt

Auch bei der Finanzierung unseres Projekts geht es voran. Dank Ihrer Hilfe konnten wir seit dem Spätsommer diesen Jahres bereits 400.000 € der verbleibenden 700.000 €, die für die Nachfinanzierung des Neubaus benötigt werden, einwerben, womit wir in der Finanzierung unseres Projekts einen großen Schritt weiter gekommen sind. Anfang November haben wir damit die Marke von insgesamt 4.000.000€ an eingeworbenen Direktkrediten überschritten. Dafür möchten wir all unseren Unterstützer*innen herzlich danken!

Gleichzeitig suchen wir weitere Direktkreditgeber*innen, die unser Projekt mit einer nachhaltigen Geldanlage unterstützen wollen. Bis Anfang 2023 benötigen wir zur Nachfinanzierung des Neubaus kurzfristig noch Direktkredite in Höhe von 300.000 €. Im neuen Jahr werden für den Altbau zudem noch die restlichen Direktkredite zur Baufinanzierung benötigt. Alle Direktkredite ermöglichen günstiges, ökologisches und nachhaltiges Wohnen sowie ein umfangreiches Bildungsprogramm für junge Menschen. Falls Sie oder Menschen aus Ihrem Bekanntenkreis Interesse daran haben, einen Direktkredit zu geben, erhalten Sie weitere Informationen auf unserer Website oder durch eine E-Mail an direktkredit@collegiumacademicum.de

Auftritte in den Medien

Diese Woche setzte sich Sabine Hebbelmann in Ihrem Artikel „Weniger Quadratmeter für mehr Gemeinschaft“ für die Rhein-Neckar Zeitung damit auseinander, wie Gemeinschaft, Nachhaltigkeit, und Suffizienz bei uns im CA gelebt werden.

“Zeigen, dass aus jeder kleinen Idee ein positiver Impact für die Welt entstehen kann“, das ist laut eigener Aussage Ziel des GoodNews-Magazins (GNM), das sich ausschließlich „Geschichten, die bestärken, motivieren [und] inspirieren” widmet. Eine solche Geschichte** steckt für Paul Esser auch hinter dem CA. Im vergangenen Sommer besuchte uns der stellvertretende Chefredakteur des GNM und berichtet in seiner spannenden Reportage “Ungewohnt nachhaltig” von einem Tag im CA.

Außerdem berichtete Roland Kohls bereits im Oktober für das Magazin „meier taste of culture“ über das CA. In seinem Artikel „Selber machen“ stellt er unser Projekt mit all seinen Besonderheiten vor.

Herzliche Grüße,

Ihre Projektgruppe des CA


Gemeinschaft, letzte Bauzeitverzögerungen und 300.000 € Direktkredite bis Mitte Oktober

2022-09-11

Liebe Unterstützer:innen,

Regnerische Tage und lange Pullover künden schon jetzt vom Herbstbeginn. Jedoch klingen in den Ausläufern der warmen Sonne die letzten Töne eines ereignisreichen Sommers nach: Durch viele einsatzbereite Hände nähern sich die Arbeiten des Neubaus in absehbarer Zeit ihrem Ende. Zudem bieten weitere Einzugsveranstaltungen den künftigen Einziehenden ein facettenreiches Bildungsprogramm. Abseits davon benötigt unser Projekt erneut große Unterstützung mit Direktkrediten, da unerwartete Mehrkosten aufgetreten sind. Über all jene Entwicklungen und noch mehr möchten wir Sie gerne informieren:

  • Alt- und Neubau: Was passiert?
  • Der Einzug kann kommen: Alle 176 Zimmer des Neubaus sind vergeben
  • Gelungener Abschluss der Partizipativen Baustellen
  • Ausblick und Rückblick auf die Einzugsveranstaltungen
  • Herausfordernde Hürden in der Finanzierung
  • Weitere 300.000 € Direktkredite bis Mitte Oktober: Eine dringende Bitte um Unterstützung
  • Auftritte in den Medien
  • Termine

Alt- und Neubau: Was passiert?

Im Altbau wird es bald konkret: Nachdem nun alle Fördermittel gestellt und bereits einige Firmen beauftragt wurden, lässt der Baubeginn nicht mehr lange auf sich warten. Der Neubau hingegen verabschiedet sich immer mehr von seiner Bauphase: Die Laubengänge sind alle mit Geländern versehen und das Gerüst ist – zumindest in Teilen – schon Vergangenheit. Auf unseren heißersehnten Einzug müssen wir leider weiterhin warten, da vor allem finale Brandschutzarbeiten länger als angedacht dauern.
Die Abbrucharbeiten im Altbau gehen voran

Die Abbrucharbeiten im Altbau gehen voran (© CA)

Wir sind bereit: Alle 176 Zimmer des Neubaus sind vergeben

Trotz Verzögerung sind schon jetzt alle Wohneinheiten des Neubaus vergeben und warten auf den Einzug der 176 Studierenden, Auszubildenden und Promovierenden. Um den Einstieg in das Projekt  zu erleichtern, wurden bereits seit Anfang 2021 zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, bei denen die Einziehenden sich untereinander kennenlernen konnten. Neben „Partizipativen Baustellen“ fanden auch zusätzliche Einzugsveranstaltungen statt, die viele der zukünftigen Bewohner*innen  nutzten, um eine passende WG zu finden.

Die Vorfreude auf den Einzug ist groß, ebenso sehr freuen wir uns über das große Interesse an unserem Projekt und die zahlreichen Bewerbungen um einen Wohnheimsplatz. Gegen Ende der Bewerbungsphase haben wir sogar eine Warteliste angelegt, auf der auch zukünftige Bewerbungen vermerkt werden.

Gelungener Abschluss der Partizipativen Baustellen

In insgesamt vier, über den Sommer verteilten, Partizipativen Baustellen gelang es mit der engagierten Hilfe von sowohl zukünftigen Bewohner:innen, als auch weiteren freiwilligen Helfer:innen, die Arbeiten in Neu- und Altbau weit voranzubringen. Diese ein- bis zweiwöchigen Arbeitseinsätze schafften Begeisterung für das Handwerk und schweißten die vielen Helfenden eng zusammen.

Es war ein Rundumpaket: Dank des AUF!leben-Zukunftfonds, unserer Förderung, kamen alle Beteiligten - kostenlos - in den Genuss von täglich frisch zubereiteten Mahlzeiten, einer reichen Auswahl an Getränken und einem bunten Bildungsprogramm.

Hier ein kleiner Abriss: Wir reparierten unsere Fahrräder in mehreren Reparaturkursen. In einem Workshop lernten wir, wie wir bei Entscheidungen im Wohnheim einen Konsens finden und bekamen außerdem wertvolle Tipps zur Moderation. Wir bastelten Insektenhotels im Rahmen der Außenraumgestaltung. Außerdem waren wir gemeinsam mit Valentin Thurn, Dokumentarfilmer und Mitbegründer von foodsharing e.V., im Rahmen eines Vortrags auf den Spuren der heutigen Wegwerfgesellschaft unterwegs. Von Architects for Future Heidelberg erfuhren wir, weshalb sich die Baubranche ändern muss und wie ein nachhaltiger Wandel aussehen kann. Zu guter Letzt lernten wir in einer Führung durch Heidelberg, gegeben von Joachim Leuschen, einem ehemaligen Bewohner des alten Collegium Academicum, viel über die Entstehung der Landschaft und der Stadt in und um Heidelberg.
Fahrradreparatur

Die Teilnehmer:innen der Partizipativen Baustelle lernen bei einem Workshop, ihre Fahrräder selbst zu reparieren (© CA)


Doch es blieb natürlich auch noch genug Zeit für unsere Baustellen. Der ganze Fortschritt kann hier jedoch nur ansatzweise abgebildet werden. Wurden im Altbau wände komplett eingerissen, so wurden sie im Neubau frisch gebaut. Die Arbeiten erstreckten sich zudem vom Pflastern benötigter Parkplätze, über Abrissarbeiten und den Abtransport von Bauschutt im Altbau, bis hin zum Aufbau der ersten Schiebetüren im Neubau. Wir haben gestrichen, gefräst und geflext. Viele Rohre im Altbau sind gefallen, Türen wurden aus ihren Wänden entfernt und die letzten Elektroschächte im Neubau mit Holz verkleidet.

Ausblick und Rückblick auf die Einzugsveranstaltungen

Zwischen partizipativen Baustellen und Plena bieten wir regelmäßig Veranstaltungsblöcke für alle Einziehenden an. Am Anfang lagen die Schwerpunkte darauf, die Mitbewohner:innen kennenzulernen, in die Selbstverwaltung einzusteigen und sich mit dem Leitbild und der Geschichte unseres Projekts auseinanderzusetzen. Bei der letzten Einzugsveranstaltung im Juli ging es um den Planungsstand unseres Altbaus und des Orientierungsjahres, um das Thema Antidiskriminierung und um die Vernetzung mit einem Heidelberger Gemeinschaftsgarten.

Die letzten Veranstaltungen vor dem Einzug finden Anfang September statt. Ein Schwerpunkt war schon jetzt das Thema Awareness: In einem queerfeministischen Workshop lernten wir, wie man durch Repräsentation und Sichtbarkeit queere Menschen bestärken kann und ihnen als Verbündete beisteht. Daneben fand noch ein Workshop zu nachhaltigem Aktivismus statt, in dem wir Werkzeuge an die Hand bekamen, die helfen, uns aktivistisch zu engagieren, ohne auszubrennen und uns zu überlasten.

Nicolai Ferchl, der von Anfang an das neue CA mit aufgebaut hat und gleichzeitig Vorstand der Heidelberger Energiegenossenschaft (HEG) ist, gab uns einen Einblick, wie wir im Holz-Neubau Energie sparen und Erneuerbare Energien nutzen. Dabei ging es insbesondere um die Photovoltaik-Anlage, die die HEG auf unserem Dach errichtet hat.

Die meisten von uns werden vor dem Umzug in ein 14 m² oder 7 m² Zimmer im CA gründlich ausmisten. Viele WGs haben sicher einige Haushaltsgegenstände doppelt, andere Dinge fehlen womöglich. In einem CA-Verschenkemarkt können die zukünftigen Bewohner:innen ihre Sachen weitergeben oder nach neuen Schätzen suchen. Ob Jeans, Dekoration oder Toaster, mit der Tauschbörse geben wir den Dingen, ganz nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft und der Suffizienz, die Möglichkeit, weiter genutzt zu werden.

Als Projekt des Mietshäuser Syndikats (MHS) sind wir in Heidelberg nicht allein. Vier weitere MHS-Projekte befinden sich in Heidelberg, darunter die Hagebutze. Wir haben uns deshalb mit der „Butze“ über alles rund um das MHS ausgetauscht und gemeinsam den MHS-Film „Das ist unser Haus“ geschaut.

Herausfordernde Hürden in der Finanzierung

Beim Neubau machen uns in der Fertigstellungsphase die Bauzeitverzögerungen sowie Mehrkosten durch allgemeine Materialpreissteigerungen und Brandschutzertüchtigungen derzeit stark zu schaffen. Die Mehrkosten müssen wir nun mit weiteren Direktkrediten nachfinanzieren. Die Beauftragungen von Baufirmen beim Altbau waren bisher wiederum weitestgehend erfreulich. Gleichzeitig haben wir im Juli mit der Beantragung und Bewilligung eines KfW-Zuschusses sowie eine kleinere Barrierefreiheit-Förderung des Stadt Heidelberg zentrale Finanzierungsbausteine gesichert. In Klärung ist derzeit die Förderung des Sozialen Wohnungsbaus, der in sechs Wohnungen des Altbaus vorgesehen ist.

Weitere 300.000 € Direktkredite bis Mitte Oktober: Eine dringende Bitte um Unterstützung

Direktkredite sind das Herz unserer Finanzierung. Viele Menschen, darunter auch ein Großteil von Ihnen, vertrauen in unser Projekt, sind genauso begeistert davon, wie wir es sind, und unterstützen uns deshalb. Unser Dank dafür kann nur schwer in Worte gefasst werden!

Leider sind durch die Pandemie, die gesamtpolitische Lage sowie vor allem Nachbesserungen beim Brandschutz des Neubaus in der vergangenen Zeit unerwartete Mehrkosten aufgetreten. Um diese zu decken, sind wir auch in Zukunft – so dringend, wie schon lange nicht mehr – auf weitere Unterstützung angewiesen! Deshalb sind wir für jeden weiteren Direktkredit extrem dankbar. Für den Neubau benötigen wir nach aktuellem Stand weitere 700.000 Euro Direktkredite. Als ersten Schritt brauchen wir möglichst bis Mitte Oktober weitere 300.000 € an Direktkrediten.

Weitere Informationen zu Direktkrediten erhalten Sie auch auf unserer Homepage unter collegiumacademicum.de/direktkredite. Für Rückfragen stehen wir per Mail (direktkredite@collegiumacademicum.de) und Telefon +49 (0)6221-652236 gerne zur Verfügung. Geben Sie diese Information gerne auch an Bekannte und Freund*innen weiter. Jede Hilfe zählt!

Auftritte in den Medien

Im Rahmen der Partizipativen Baustellen besuchte uns der Dokumentarfilmer und Mitbegründer von foodsharing e.V., Valentin Thurn. Von seinem Vortrag und dem Austausch mit uns berichtet dieser RNZ-Artikel von Sabine Hebbelmann. Den Artikel finden Sie hier.

Termine

Falls Sie sich auch über unseren Newsletter hinaus über unseren baulichen Fortschritt informieren wollen, laden wir Sie hiermit herzlich zu unserer nächsten öffentlichen Führung über die Altbau-Baustelle ein. Die Führung wird am Sonntag, den 25.09.2022, von 14:00 bis 16:00 Uhr im Rahmen des Aktionstags „wegen Sanierung geöffnet“ in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur (KLiBA) stattfinden.

Wir bitten um eine Voranmeldung per E-Mail an exkursion@collegiumacademicum.de, damit wir kurzfristige Änderungen mitteilen können.

Zudem wollen wir Sie darüber informieren, dass der Termin der offiziellen Eröffnungsfeier unseres Wohnheims in das nächste Jahr gelegt wird. Aufgrund der Bauzeitverzögerung und der erwartbaren Verschlimmerung der Pandemie im Winter haben wir uns dafür entschieden.

Herzliche Grüße
Ihre Projektgruppe des Collegium Academicum