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Finale Taten vor dem Einzug

2022-07-02

Liebe Unterstützer*innen,

die Thermometer schießen in die Höhe – der Sommer ist da. Mit einem kühlen Getränk im Schatten oder einem Sprung ins frische Nass lassen sich die tropischen Stunden gut verleben. Hitzig und turbulent wird es auch in unserem Projekt: Weitere Einzugsveranstaltungen bereiten die motivierten zukünftigen Mitbewohner*innen auf das Zusammenleben vor, in Eigenleistung stellen wir Teile der Neubauwohnungen fertig und mit abschließenden Erstbelegungsaktionen füllen wir die restlichen Plätze unseres Wohnheims. Über all diese Entwicklungen und mehr möchten wir Sie hier informieren:

  • Neubau: Der Laubengang steht
  • Altbau: Ausführungsplanung und anstehender Baubeginn
  • Eigenleistung: Bildungswochen auf den partizipativen Baustellen
  • Social Media: Das CA ist nun wieder verstärkt auch auf Facebook und Instagram zu finden
  • Bildung: Einzugsveranstaltungen für zukünftige Bewohner*innen
  • Erstbelegung: Letzte Anstrengungen
  • Finanzierung: Direktkredite – unser Fundament
  • Termine
  • Weitere Auftritte in den Medien

Neubau: Der Laubengang steht

Auf der Baustelle unseres Neubaus hat der Endspurt begonnen und wir legen uns mächtig ins Zeug, um alle wichtigen Arbeiten in den nächsten Wochen abzuschließen. Der Laubengang, das letzte fehlende große Bauteil, wurde Anfang Juni fertiggestellt. Dazu wurden viele vorgefertigte Laufplatten und Stützen aus dem Betonfertigwerk auf die Baustelle transportiert, dort zusammengesetzt, verschraubt und mit Betonmörtel vergossen. Nun können in den Wohnungen die Arbeiten zum Endausbau starten. Parallel findet am Laubengang die Montage der Geländer statt. In den Technikräumen im Erdgeschoss wurde währenddessen weitere Gebäudetechnik eingebaut. Zudem ist mit der Werkstatt der erste Raum fertig, den die AG Eigenleistung bereits fleißig nutzt.

Der Einzug in den schönen Holzneubau rückt immer näher

Der Einzug in den schönen Holzneubau rückt immer näher (© Uli Hillenbrand)

Neben diesen Fortschritten wurden wir vor einigen Monaten von einer Überprüfung des Brandschutzkonzepts überrascht. Dabei wurden planerische Lücken festgestellt, die mittlerweile mit Hilfe eines erfahrenen Gutachters geschlossen wurden. Die jetzt notwendigen baulichen Nachbesserungen sind bereits angestoßen. All dies hat viel Arbeit gemacht, aber am Ende steht ein besseres Gebäude und das ist für uns das Wichtigste.

Altbau: Ausführungsplanung und anstehender Baubeginn

Im Neubau schrumpfen bald die Gerüste, im Altbau sprießen sie in die Höhe. Denn: Der Baubeginn für die professionelle Sanierung unseres Altbaus ist für Anfang August angesetzt. Im Zusammenhang damit fallen einige wichtige Planungsarbeiten an, die schon in vollem Gange sind. Wir haben auch schon mit der Erstellung der Ausschreibungen für den Gerüstbau, die Zimmerei und den Rohbau sowie für die Elektrotechnik, die Fenster und den Sonnenschutz begonnen.

Parallel zu den Ausschreibungen beschäftigen wir uns mit weiteren konkreten Planungsschritten. Sowohl unser Fachplanungsteam als auch wir selbst sprechen und entscheiden gemeinsam über kleine Details und Feinheiten der Innen- und Außenräume, wie zum Beispiel die Fensterfarben und -modelle, Leuchtentypen, Fliesen, Duschwannen und Co. Dabei muss oft zwischen Kosten und Komfort abgewogen werden - Kreativität und ästhetisches Feingefühl sind aber auch gefragt!

Eigenleistung: Bildungswochen auf den partizipativen Baustellen

Die Wochenendeinsätze sind abgeschlossen und wir können mit Stolz auf eine Vielzahl erfolgreich erledigter Arbeiten zurückblicken. Ein Team sehr engagierter, junger Menschen mit Spaß am Handwerk hat diese in den letzten Monaten gemeinsam durchgeführt. Unsere Bilanz ist umfangreich: Wir haben im Neubau alle benötigten Zwischenwände eingebaut, die die zukünftigen Zimmer voneinander trennen; sind weit vorangeschritten mit der Produktion von Holzverkleidungen für die Elektrik, haben mit dem Zusammenleimen der äußeren Rahmenteile für die Schiebetüren unserer WG-Zimmer begonnen und die WLAN-Access-Points in den Wohnungen installiert. Auch bei einem Blick in den Altbau bleibt das Staunen nicht aus: Große Schutthaufen aus Gips und Mauersteinen erinnern im zweiten Obergeschoss an vielen Stellen nur noch an das, was einst eine Wand war. Wenn wir den Vorschlaghammer einmal nicht in der Hand hatten, haben wir Elektrokabel und Deckenplatten demontiert, Rohre durchtrennt und Schutt aus dem Gebäude transportiert.

Doch wir wollen vor unserem Einzug noch weitere Arbeiten im Neu- und Altbau erledigen, darunter vor allem das Zusammensetzen und Einbauen der Schiebetüren, sowie der barrierefreien Türen und die Möbelfertigstellung. Deshalb begleiten uns über den ganzen Sommer hinweg (und für den Altbau sogar über unseren Einzug hinaus) unsere ein- bis zweiwöchigen partizipativen Baustellen – die für alle Interessierten geöffnet sind. Dabei üben wir uns nicht nur im Handwerk und lernen, mit Werkzeugen und Baustoffen zu arbeiten; die Wochen werden auch durch ein zusätzliches Bildungsprogramm ergänzt. Auf jeder partizipativen Baustelle bieten wir den Teilnehmenden Workshops zu unterschiedlichen Themenbereichen wie Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, Reparatur, Gärtnern und Co. Zudem steht die Gemeinschaft im Vordergrund: Bei gemeinsamen Lagerfeuern und Ausflügen besteht die Möglichkeit, einander besser kennenzulernen und nach zukünftigen Mitbewohner*innen Ausschau zu halten. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf unserer Website.

Die einzelnen Termine der kommenden partizipativen Baustellen sind:

  • So, 03. Juli bis So, 10. Juli
  • So, 17. Juli bis So, 24. Juli
  • So, 14. bis So, 28. August (zweiwöchige Summer-School)

Das kostenlose Programm sowie die kostenfreie Verpflegung sind in diesem Rahmen dank der Förderung möglich, die wir durch den AUF!leben Zukunftsfonds erhalten. AUF!leben – Zukunft ist jetzt. ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms Aufholen nach Corona der Bundesregierung.

Reste einer Wand

Reste einer Wand (© CA)

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Social Media: Das CA ist nun wieder verstärkt auch auf Facebook und Instagram zu finden

Aktuell tut sich ziemlich viel im CA und es wird nochmal richtig Gas auf der Baustelle gegeben, jetzt so kurz vor dem Einzug in den Neubau. Um Interessierte besser auf dem neuesten Stand zu halten, sind wir nun wieder aktiver auf Instagram vertreten. Wenn Sie auch sehen möchten, wie es Woche für Woche, sogar Tag für Tag, auf den Partizipativen Baustellen voran geht und neben tollen Bildern und Videos auch durch die ein oder andere Hintergrundinformation einen besseren Einblick ins Projekt bekommen möchten, schauen Sie gerne auf unserem Instagram-Kanal oder unserem Facebook-Profil vorbei!

Bildung: Einzugsveranstaltungen für zukünftige Bewohner*innen

Im Sommer ziehen die ersten Bewohner*innen in unseren schönen Holz-Neubau und füllen ihn mit Leben. Damit sich alle Einziehenden ins Wohnprojekt einfinden, das CA und seine Strukturen kennenlernen und ihren Platz in der Selbstverwaltung finden, führen wir eine Reihe von Veranstaltungen durch. Am 25. und 26. Juni veranstalteten wir einen Projekttag zum Thema „Das CA als politischer Ort". Dabei kam es auch zu einem „Dialog der Generationen", bei dem sich ehemalige Mitglieder des „alten CA" aus der Seminarstraße im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit zukünftigen Einziehenden und anderen Interessierten austauschten.

Zudem fand ein Workshop zum Thema „Konsensfindung und Moderation" statt -- Grundlage für unsere kollektiven Entscheidungsfindungen. Die Freude über die baldige Fertigstellung des Neubaus war spürbar und die Motivation unter den zahlreichen Teilneher\*innen groß.

Viele von ihnen nutzten die Gelegenheit auch, um zukünftige Mitbewohner*innen kennenzulernen. Einen ausführlichen Bericht sowie einige Bilder zum Auftakt unserer Veranstaltungsreihe rund um den Aufbau einer nachhaltigen Selbstverwaltung finden Sie auf unserer Homepage. Wir freuen uns sehr, dass diese Veranstaltung durch die Bürgerstiftung Heidelberg gefördert wurde. Auch bekamen wir am Freitag, den 24. Juni Besuch von der IBA. Durch eine Diskussionsrunde ließen wir alles noch einmal Revue passieren und konnten einen schönen Rückblick auf den bereits gegangenen Weg mit dem Mietshäusersyndikat, dem Architektenbüro und natürlich der IBA, - die uns alle auf dieser Reise begleitet und unterstützt haben – werfen.

Erstbelegung: Letzte Anstrengungen

Es gilt noch ungefähr vierzig Plätze in unserem neuen Zuhause mit engagierten Menschen zu füllen. Deshalb wird in vielen verschiedenen Initiativen erneut im großen Stil Werbung gemacht: Egal, ob durch Aushänge, Infostände, Kontakt zu Ausbildungsbetrieben oder die direkte Ansprache – die Mitbewohner*innen-Suche befindet sich in vollem Gange. Deshalb veranstalten wir wochenweise abwechselnd Auswahl- und Kick-Off-Tage, um neue Bewohner*innen zu finden und ihnen danach einen niedrigschwelligen Einstieg in das Projekt zu ermöglichen. Parallel dazu nähert sich die WG-Findung ihrem Ende und die ersten Wohnungen werden schon für zukünftige WGs reserviert.

Finanzierung: Direktkredite – unser Fundament

Auch in Zukunft freuen wir uns über jeden weiteren Direktkredit, der uns hilft, unser Projekt zu verwirklichen und bezahlbare Mieten zu ermöglichen. Weitere Informationen zu Direktkrediten erhalten Sie auch auf unserer Homepage unter collegiumacademicum.de/direktkredite. Für Rückfragen stehen wir per Mail (direktkredite@collegiumacademicum.de) und Telefon +49 (0)6221-652236 gerne zur Verfügung. Geben Sie diese Information gerne auch an Bekannte und Freund*innen weiter.

Weitere Termine

Sobald das CA bezogen ist, wird es natürlich auch eine offizielle Eröffnungsfeier geben. Nähere Informationen dazu folgen in den kommenden Newslettern.

Auftritte in den Medien

Auch über die Grenzen Heidelbergs hinaus erreicht das CA immer mehr Menschen. Bereits im November 2021 berichtete der Fernsehsender ProSieben in der Wissenssendung Galileo vom Collegium Academicum. Nun ist der Beitrag „Wohnkonzepte der Zukunft" auch online zu sehen und zeigt ab Minute 10 unser Projekt.

Seit 2019 ist das CA Teil des Projekts SuPraStadt, welches vom Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) ins Leben gerufen wurde und sich mit suffizientem Wohnen beschäftigt. Am 18. Mai fand die Abschlussveranstaltung mit allen Projektpartner*innen satt. Eine komplette Videoaufzeichnung des Events finden Sie hier, die Vorstellung des CA beginnt bei zwei Stunden und 20 Minuten.

Herzliche Grüße,

Ihre Projektgruppe des CA


Auf der Zielgeraden

2022-05-01

Liebe Unterstützer*innen,

der Frühling ist angekommen und zeigt sich in seinen schönsten Farben. Die Blumen sprießen, die Bäume werden grün – aber auch unser Projekt wächst immer weiter: Die ersten Einzugsveranstaltungen stehen vor der Tür, der Neubau nähert sich seinem Abschluss und das Orientierungsjahr nimmt Gestalt an. Deshalb gibt es auch jetzt wieder einiges zu berichten:

  • Neubau: Außenarbeiten am Laubengang
  • Altbauten: Erste Treffen im Pförtnerhäuschen
  • Eigenleistung: Mit Tatkraft Richtung Baufertigstellung
  • Bildung: Planung des Orientierungsjahrs und erste Einzug-Workshops
  • Finanzierung: Ein solides Fundament
  • Termine

Neubau: Außenarbeiten am Laubengang

Es bewegt sich was auf der Baustelle – die Erschließung geht voran. Der Laubengang, der unser Fluchtweg sein wird, ist aus nicht brennbaren Betonfertigteilen. Warum ein Laubengang? Damit sparen wir beheizte, ungenutzte Flächen, wie Treppenhäuser und Flure, und durch die Offenheit in Richtung Innenhof wird der Laubengang zum zentralen Begegnungsort. Von Woche zu Woche können fortan über den Laubengang mehr Geschosse erreicht werden.

Die Treppen-Elemente des Laubengangs stehen schon an Ort und Stelle.

Die Treppen-Elemente des Laubengangs stehen schon an Ort und Stelle. (© Uli Hillenbrand)

Altbauten: Erste Treffen im Pförtnerhäuschen

In eigener Arbeit haben wir das Pförtnerhäuschen aufgeräumt und hergerichtet, sodass die ersten dort abgehaltenen AG-Treffen nicht lange auf sich warten ließen. Denn im Erdgeschoss entsteht ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer, das später zum selbstverwalteten Ladencafé werden soll. Es wird als kultureller Treffpunkt und Veranstaltungsort sowohl für Bewohner*innen als auch für die umliegende Bevölkerung, externe Initiativen und Gruppen dienen.

Eigenleistung: Mit Tatkraft Richtung Baufertigstellung

Auf unseren beiden Baustellen gibt es noch viele größere und kleinere Aufgaben, die wir erledigen wollen. Deshalb hat sich im Laufe des Frühjahrs eine engagierte Arbeitsgruppe zusammengefunden, die in einzelnen Bereichen mit der Baufertigstellung beauftragt ist. Anfangs haben wir dafür interne Schulungen zur Wissensweitergabe angeboten – bei denen wir fast zwanzig tüchtigen Menschen das nötige handwerkliche und organisatorische Know-How zur eigenen Koordination von Arbeitseinsätzen geben konnten.

Seitdem finden an den Wochenenden regelmäßig ganztägige Einsätze statt, zu denen sowohl unsere tatkräftigen, zukünftigen Mitbewohner*innen, als auch alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Gute Stimmung und leckeres Essen sorgen hierbei für eine hohe Arbeitsmotivation – weshalb wir schon jetzt beträchtliche Fortschritte vorweisen können: Im Erdgeschoss des Neubaus stehen mehrere, selbstgebaute Zwischenwände. Außerdem fräßen und montieren wir fleißig die Holzverkleidungen für die ELT-Schächte in den einzelnen Wohnungen. Parallel dazu haben wir erfolgreich die Ausschreibungen für Schiebewände und Küchen durchgeführt, die bald vergeben werden können.

Aber auch der Altbau steht nicht still, denn es fallen viele Abbruch- und Demontagearbeiten an. Wer im Neubau Wände aufbaut, reißt sie hier wieder ein: Da in allen Geschossen eine neue und für das Orientierungsjahr effizientere Raumaufteilung angedacht ist, gibt es einige Trockenwände, die wir abbauen müssen. Zudem sind noch weitere Teile von Kaminen vorhanden, die schon eine Begegnung mit dem Vorschlaghammer hatten.

Auch die Gemeinschaft kommt nicht zu kurz – Brotzeit bei einem Arbeitseinsatz.

Auch die Gemeinschaft kommt nicht zu kurz – Brotzeit bei einem Arbeitseinsatz. (© CA)

Bildung: Die Planungen zum Orientierungsjahr gehen voran: Zeitstrukturen, Format und Vernetzung

Die AG-Bildung beschäftigt sich derzeit inhaltlich in erster Linie mit der Konzeption des Orientierungsjahrs. Dazu vernetzen wir uns mit verschiedenen anderen Bildungsprojekten, um Ideen für die Ausgestaltung zu sammeln und von ihren Erfahrungen zu lernen.

So haben wir am 5. März den Tag der offenen Tür des Bachelor of Beings besucht. Der Bachelor of Being (BoB) ist ein innovatives fünfmonatiges Vollzeit-Bildungsprojekt, bei dem junge Erwachsene in Gemeinschaft wohnen, lernen und sich den wesentlichen Fragen des Lebens widmen. Der Pionier-Durchgang des BoB fand im Winter 2021/2022 statt und war ein voller Erfolg. Der Einblick in das Projekt beim Tag der offenen Tür hat uns inspiriert und die gute Resonanz gibt uns Motivation und Hoffnung für unser eigenes Vorhaben. Bevor es ab Oktober in die zweite Runde des fünfmonatigen Vollzeit-Kurses geht, bietet der BoB im Juni, Juli und August jeweils zweiwöchige und kostenfreie Sommercamps in verschiedenen naturnahen Tagungshäusern an. Weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung gibt es unter https://bachelor-of-being.de/bob-camps/.

Aber mit dem Besuch beim Bachelor of Being neigt sich unsere Zeit der Recherche langsam dem Ende zu und wir nutzen die neugewonnenen Erkenntnisse als Basis zur Planung unseres Orientierungsjahres. So haben wir bereits die Jahres- als auch die Wochenstruktur, inklusive der geplanten Formate, Lernziele und Methoden festgelegt.

Gemeinschaftsbildung, Selbstverwaltung und Wissensvermittlung: Wir starten mit den Workshopreihen zum Einzug

Das Zusammenleben in einer so großen Gemeinschaft wie unserem Wohnheim sehen wir als Lernprozess, der Zeit und auch aktive Anstrengungen braucht. Deshalb wollen wir diesen Prozess schon vor dem Einzug anstoßen und mit Workshops, Vorträgen und Gruppenaktivitäten alle auf das selbstverwaltete Wohnen vorbereiten. Dazu gehören Beiträge und Skillshares für ein gutes soziales Miteinander, z.B. Konsensfindung, Moderation und Vermeidung von Diskriminierung. Auch theoretisches Wissen über unser eigenes Wohnprojekt und dessen Geschichte, Suffizienzpraktiken und die sozialökologische Transformation wollen wir vermitteln. Bei der Programmgestaltung arbeiten wir eng mit anderen Initiativen und Organisationen in Heidelberg und Umgebung zusammen.

Die Veranstaltungen ermöglichen es den zukünftigen Bewohner*innen, schon vor Einzug im Projekt anzukommen und als Gruppe zusammenzuwachsen. In unserem ersten Veranstaltungsblock geht es um den Einstieg in die Selbstverwaltung und um die Werte, die uns im CA verbinden. Dazu haben wir am Samstag, dem 30. April, die angehenden Wohnprojektberater*innen Magnus Pagendarm und Afra Höck zu Gast, die einen Tagesworkshop zur praktischen Demokratiebildung geben. Für den Workshop werden wir finanziell von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg unterstützt.

Finanzierung: Ein solides Fundament

Wir freuen uns über die Umweltbank als verlässliche Partnerin, mit der wir erfolgreich einen neuen Kreditvertrag zur Finanzierung des Altbaus abgeschlossen haben. Außerdem haben wir sowohl eine Zwischen- als auch Nachfinanzierung für den Neubau erhalten. Allerdings sind dadurch gleichzeitig die Gesamtkosten gestiegen.

Zudem haben wir mittlerweile eine Summe von dreieinhalb Millionen Euro durch Direktkredite unserer Unterstützer*innen zusammengetragen! Davon kommt eine Million dem Altbau zugute. Auch in Zukunft freuen wir uns über jeden weiteren Direktkredit, der uns hilft, unser Projekt zu verwirklichen. Weitere Informationen zu Direktkrediten erhalten Sie auch auf unserer Homepage. Für Rückfragen stehen wir per Mail (direktkredit@collegiumacademicum.de) und Telefon +49 (0)6221-652236 gerne zur Verfügung.

Termine

Darüber hinaus möchten wir Sie zu unserer nächsten – und bis zur Fertigstellung des Wohnheims letzten - öffentlichen Führung über unsere Baustelle einladen, die am Sonntag, den 01.05.2022 um 13:00 Uhr stattfindet. Wir bitten um eine Voranmeldung per E-Mail an exkursion@collegiumacademicum.de, damit wir kurzfristige Änderungen mitteilen können.

Am 29.04. wird die Abschlusspräsentation der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg eröffnet und bietet 10 Wochen lang ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Als IBA-Projekt laden wir im Rahmen der Abschlussveranstaltung herzlich zu uns auf die Baustelle ein zu einem kleinen Sommerfest am 24.06.2022 – wenn Sie an einer Führung teilnehmen möchten, dann bitten wir um Anmeldung auf der Seite der IBA.

Zum Abschluss des ifeu-Forschungsprojekts „SuPraStadt – Lebensqualität, Teilhabe und Ressourcenschonung durch soziale Diffusion von Suffizienzpraktiken in Stadtquartiere" möchten wir außerdem herzlich zum öffentlichen Abendvortrag am 18.05. um 19:30 in das BETRIEBSWERK in Heidelberg einladen. Ausgehend vom CA als Reallabor, das alternative Formen des gemeinsamen Lebens und Lernens erprobt, wird sich der Vortrag von Angelika Zahrnt und die anschließende Gesprächsrunde der Frage widmen, wie Suffizienzpraktiken in die Gesellschaft diffundieren und zum Mainstream werden können. Anmeldung bitte bis 08.05. an maria.stetter@ifeu.de

Herzliche Grüße,
Ihre Projektgruppe des CA

P.S.: Weitere Einblicke in unsere Arbeit finden Sie auch auf Facebook und Instagram.


Mit viel Rückenwind ins neue Jahr

2022-02-26

Liebe Unterstützer*innen,

wir hoffen, dass Sie gut in das neue Jahr starten konnten. Langsam werden die Tage wieder länger und der Frühling rückt näher. Wir blicken gespannt auf das neue Jahr, welches den langersehnten Einzug in den Holzneubau für uns bereithält. Dementsprechend hat es in unserem Projekt wieder einige neue Entwicklungen gegeben, über die wir berichten wollen:

  • Neubau: Bauzeitverzögerung
  • Eigenleistung: Silvesterworkcamp
  • Altbau: Ausführungsplanung und Demontage
  • Erstbelegung: Das CA füllt sich mit Leben
  • Finanzierung: Ein gelungener Start in das neue Jahr
  • Das CA in den Medien
  • Termine

Neubau: Bauzeitverzögerung

Nachdem sich bereits im Herbst 2021 der Beginn der Arbeiten an den Treppenhäusern unseres Neubaus leicht verzögerte, weil durch die Werkplanung der ausführenden Firma einige Details der Statik angepasst werden mussten, gab es leider zum Jahresbeginn den nächsten Dämpfer. Die Montage der Fertigteile für den Laubengang kann aufgrund des Produktionsablaufs im Fertigteilwerk und der Mindesttemperaturen für den Verguss vor Ort erst ab Anfang März begonnen werden. Da der Aufbau des Laubengangs in der Praxis eine höhere Komplexität aufweist als ursprünglich gedacht, wird leider auch die Montage etwas länger dauern als ursprünglich veranschlagt. Alles in allem verzögert sich deshalb die Fertigstellung und wir planen jetzt mit einem Einzug Ende Juli. Optimistisch stimmt uns, dass aktuell die Treppenhäuser nahezu ihre endgültige Höhe erreicht haben.

Auch die Umgebung unseres Neubaus nimmt immer mehr Gestalt an.

Auch die Umgebung unseres Neubaus nimmt immer mehr Gestalt an. (© Uli Hillenbrand)

Auch wenn unser Projekt momentan vor einigen Herausforderungen steht, bleiben wir zuversichtlich und nutzen die Zeit bis zum Einzug, um alle Einziehenden gut in das Projekt einzubinden. Glücklicherweise konnte ein Teil von uns seit Dezember übergangsweise ein Haus in der Neckarhelle beziehen, so dass (neben den bestehenden WGs in der HageButze und der Plöck) etwa 16 weitere Projektgruppenmitglieder das Zusammenleben ganz praktisch ausprobieren konnten.

Beim Zusammenwohnen erproben wir immer wieder, wie viel private Fläche und wie viel Gemeinschaftsfläche wir brauchen, um gut leben zu können. In unserem Neubau ist ein Teil der Wände als flexible Schiebewand geplant, welche es den Bewohner*innen ermöglicht, innerhalb kurzer Zeit die Fläche ihres privaten Zimmers zu verkleinern und dadurch einen größeren Gemeinschaftsraum für die WG zu schaffen. Wir haben bereits den letzten Prototyp fertiggestellt und konnten einige wertvolle Erfahrungen beim Aufbau der Wände sammeln, so dass die „Massenproduktion“ ca. ab April starten kann. Auch beim Selbstbau von weiteren Zwischenwänden (Holzständerwände) konnten wir bei Probeaufbauten die Prozesse optimieren.

Eigenleistung: Silvesterworkcamp

Nach den positiven Erfahrungen im Sommer haben wir um den Jahreswechsel ein weiteres Workcamp angeboten. Trotz schwieriger Bedingungen bzgl. des Wetters und der Pandemie war das Workcamp ein voller Erfolg! Mit unserer CnC-Fräse haben wir inzwischen alle Möbelteile gefräst, die wir für die Ausstattung von 2/3 der Wohnheimzimmer benötigen. Das restliche Drittel wird durch Möbelspenden ausgestattet, um Vorhandenes weiterzunutzen. Neben Kleiderschränken, Betten und Esszimmerstühlen sind wir auch auf der Suche nach Fahrradabstellanlagen/ Fahrradständern. Aktuelle Informationen zu benötigten Sachspenden finden Sie auch auf unserer Homepage.

Auch bei unserem Silvesterworkcamp verpflegten wir uns überwiegend mit geretteten Lebensmittel und verbrachten soviel Zeit wie möglich an der frischen Luft.

Auch bei unserem Silvesterworkcamp verpflegten wir uns überwiegend mit geretteten Lebensmittel und verbrachten soviel Zeit wie möglich an der frischen Luft. (© CA Projektgruppe)

Während des Workcamps wurde außerdem der Bodenbelag für den gesamten Neubau geliefert und von uns per Hand eingelagert - insgesamt 13 Tonnen Material! Das war eine wahrliche Teamleistung, die uns am Abend trotz Erschöpfung und etwas Muskelkater mit Stolz und Erleichterung erfüllt hat. Am Ende konnten wir zufrieden zurückschauen auf eine erfolgreiche Woche mit handwerklicher Arbeit, aber auch spannenden Impulsen zum Thema Zeitwohlstand oder Politik im Wohnprojekt, sowie Musik mit der Gruppe „Rhythms of Resistance“. Danke an alle, die uns beim Workcamp so tatkräftig unterstützt haben!

Altbau: Ausführungsplanung und Demontage

Der Baubeginn, den wir für Juli geplant haben, rückt näher! Damit intensivieren sich die Abstimmungen zwischen den Fachplanern, die Planung geht ins Detail, und wir nutzen die Zeit, um möglichst viele Abbau- und Demontagearbeiten durchzuführen, bevor die Gewerke auf die Baustelle kommen.

Beispielsweise haben wir während des Workcamps alte (riesige!) Kamine abgebaut (und die Steine zur weiteren Verwendung gelagert), Fliesen abgerissen, Leitungen und Rohre demontiert sowie Schutt abgetragen. Bald geht es bei den Arbeiten auch darum, auf dem Dachboden die Holzbalkendecke zu entlasten, indem der alte Estrich sowie die darunter liegende Schüttung entfernt und durch leichte, nachwachsende Rohstoffe ersetzt wird. Teilweise werden auch Holzbinder ertüchtigt. Diese Maßnahmen werden es uns ermöglichen, den bisher unbenutzten Dachboden auszubauen – eine aufwendige, aber ökologisch sinnvolle Maßnahme, um neuen Wohnraum zu schaffen!

Auch die Informatikversierten unter uns beteiligen sich an der Altbauplanung: ein großer Anteil der IT-Infrastruktur wird durch unsere „AG-IT“ in Eigenleistung geplant und umgesetzt.

Schließlich haben Sie vielleicht auch vom Förderstopp bei der KfW gehört – diesbezüglich erreichte uns diese Woche die gute Nachricht: Anträge zur energieeffizienten Sanierung können wieder nach alten Bedingungen gestellt werden. Wir begrüßen dies und erhoffen uns einen Fokus auf sozial-ökologische Sanierungen für die kommende Novellierung der Bundesförderung für effiziente Gebäude.

Nein, das Pförtnerhaus gehört nicht in die Schuttrutsche! Im Gegenteil: es wird schonend saniert und mit einem Holzanbau ergänzt. Blick aus dem großen Altbau.

Nein, das Pförtnerhaus gehört nicht in die Schuttrutsche! Im Gegenteil: es wird schonend saniert und mit einem Holzanbau ergänzt. Blick aus dem großen Altbau. (© Uli Hillenbrand)

Für die Sanierung des kleineren Bestandsgebäudes, dem ehemaligen Pförtnerhaus, wurde ebenfalls ein Bauantrag gestellt. Das Bestandsgebäude wird durch einen Anbau in Holzbauweise ergänzt, nach einem Entwurf von unseren Architekten Gerstner + Hofmeister. Dort ist ein selbstverwaltetes, nicht kommerzielles Café geplant, welches als Treffpunkt für die Bewohner*innen und das Quartier dienen soll. Im oberen Stockwerk vom Pförtnerhaus sind (Büro-)Räume für die CA-Verwaltung, das Orientierungsjahr sowie eine Beratungsstelle für das Mietshäusersyndikat angedacht.

Erstbelegung: Das CA füllt sich mit Leben

In den letzten Monaten haben wir weitere sechs Auswahltage veranstaltet, bei denen wir insgesamt 59 neue, engagierte Mitbewohner*innen gefunden haben. Diesen haben wir bei zwei Kick-Off-Veranstaltungen ein erstes Kennenlernen sowie einen schönen Einstieg ins Projekt ermöglicht. Hierbei stellten sich die einzelnen Arbeitsgruppen unseres Wohnprojekts vor.

Voller Vorfreude blicken wir der WG-Findung entgegen, deren Planung gut vorankommt und bald umgesetzt werden kann. Dabei werden sich die künftigen Mitbewohner*innen in Dreier- und Vierer-WGs zusammenfinden können.

Im Rahmen des Einzugs werden unseren tatkräftigen Mitbewohner*innen außerdem diverse Workshops angeboten, um fit für das selbstverwaltete Wohnen zu werden. Themen sind beispielsweise Suffizienz, Gruppendynamik und nachhaltiges Wohnen.

Insgesamt haben wir bis jetzt 112 Mitbewohner*innen gefunden. Doch es sind immer noch Plätze frei. Wer also Lust hat, einzuziehen und mitzuwirken, kann sich jederzeit auf unserer Website bewerben.

Finanzierung: Ein gelungener Start in das neue Jahr

Rund um den Jahreswechsel haben wir unser Projekt in den Medien und auch in unseren privaten Umfeldern vielen interessierten Menschen vorgestellt. Eines der wichtigsten Themen dabei ist die gemeinschaftliche Finanzierung. Unsere Mühen haben sich ausgezahlt und wir konnten alleine im Januar 2022 etwa 200.000 Euro Direktkredite einwerben! Herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen, die uns diesen motivierenden Jahresanfang ermöglicht haben.

Wir sind auch weiterhin auf Direktkredite angewiesen, die es uns ermöglichen, unsere beiden Bestandsgebäude ökologisch nachhaltig zu sanieren. Damit schaffen wir in dem großen Gebäude weiteren bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen und im kleinen Pförtnerhäuschen ein Laden-Café als Treffpunkt für das ganze Quartier. Weitere Informationen zu Direktkrediten erhalten Sie auch auf unserer Homepage. für Rückfragen stehen wir per Mail (direktkredit@collegiumacademicum.de) und Telefon +49 (0)6221-652236 gerne zur Verfügung.

Das CA in den Medien

Am 03.01.2022 berichtete die Sendung „Terra Xpress“, ein Format des ZDF, über unser Projekt im Zusammenhang mit Finanzierung und alternativen Geldanlagen. Dabei ging es vor allem um das Thema Direktkredite. Den Beitrag finden Sie in der ZDF-Mediathek (ab Minute 10).

Am 17.01.2022 berichtete Eva aus der Projektgruppe in der Sendung „Kaffee oder Tee“ des SWR über unser Wohnheim. Den Beitrag finden Sie in der ARD-Mediathek.

Termine

Darüber hinaus möchten wir Sie zu unseren nächsten öffentlichen Führungen über unsere Baustelle einladen, die am Sonntag, den 27.02.2022 und 27.03.2022 jeweils um 13:00 Uhr stattfinden. Wir bitten um eine Voranmeldung per E-Mail an exkursion@collegiumacademicum.de, damit wir kurzfristige Änderungen mitteilen können.

Herzliche Grüße,
Ihre Projektgruppe des CA

P.S.: Weitere Einblicke in unsere Arbeit finden Sie auch auf Facebook und Instagram.


Gemeinsam leben und lernen im CA

2021-12-29

Liebe Unterstützer*innen,

wir hoffen, dass Sie alle, trotz notwendiger Einschränkungen, das Weihnachtsfest genießen konnten. Bald starten wir alle in ein neues Jahr, in dem hoffentlich alle Vorsätze gelingen mögen. Wir bedanken uns zum Jahresabschluss noch einmal für Ihre großartige Unterstützung und bringen Sie auf diesem Wege auf den neusten Stand unseres Projekts.

Im heutigen Newsletter erwarten Sie folgende Themen:

  • Das Bildungsprogramm nimmt Gestalt an
  • Bildung gelingt nur gemeinsam
  • Altbau: Ausführungsplanung ist in vollem Gange / Bauantrag für das Pförtnerhäuschen wurde gestellt
  • Das CA in den Medien
  • Termine

Das Bildungsprogramm nimmt Gestalt an

Neben den Arbeiten auf der Baustelle des Neubaus und den Planungen für die Sanierung unserer Bestandgebäude konnten wir in den letzten Monaten auch unser Bildungskonzept weiterentwickeln. Denn getreu unserem Motto „gemeinsam leben und lernen“ ist unser Ziel nicht nur das Schaffen von bezahlbarem, nachhaltigen Wohnraum, sondern auch von einem Ort zum Austausch, zum Diskutieren, zum von- und miteinander Lernen.

Um etwas Schwung in die Planungen zu bringen, veranstalteten wir Ende Oktober ein Auftakttreffen für die AG Bildung. Gemeinsam sichteten wir Material, das in den vergangenen Jahren bereits erarbeitet wurde und diskutierten die Frage, was Bildung im CA bedeutet. In der folgenden Arbeitsphase schmiedeten wir Pläne für unsere „Einzugsveranstaltungen“ – denn rund um den Einzug der Bewohner*innen des Neubaus soll es eine ganze Woche und an zwei Wochenenden ein vielfältiges Programm geben. Im Fokus steht dabei, alle Bewohner*innen für die Selbstverwaltung vorzubereiten und sich gemeinsam mit Themen der sozial-ökologischen Transformation auseinanderzusetzen. Wir planen Workshops zum Thema Moderation und Konsens, Organisation in Großgruppen, Informationen zum nachhaltigen Bauen und vieles mehr. Später wollen wir ein semesterbegleitendes Bildungsprogramm anbieten, welches sowohl Bewohner*innen als auch Externen zugänglich ist: vom Festival bis zur Podiumsdiskussion wollen wir hier ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm gestalten, welches unsere Aula zum Leben erwecken wird.

In einer stillen Diskussion tauschten wir uns darüber aus, was Bildung im CA bedeutet. Vielen Dank an die HageButze, dass wir dafür wieder im Rabatz sein durften.

In einer stillen Diskussion tauschten wir uns darüber aus, was Bildung im CA bedeutet. Vielen Dank an die HageButze, dass wir dafür wieder im Rabatz sein durften. (© CA Projektgruppe)

Parallel dazu arbeiten wir weiter intensiv an der Ausgestaltung unseres Orientierungsjahres für junge Menschen zwischen Schule und Studium bzw. Ausbildung. Dank einer großzügigen Spende konnten die Arbeiten daran intensiviert werden und wir besuchten andere innovative Bildungs- und Orientierungsprogramme deutschlandweit. In der villa damai bei Kempten konnte wir erfahren, wie junge Menschen sich selbstorganisiert ein „Semester“ Wanderuni gestalten. In Kleingruppen von 4-6 Personen gehen sie für ein Semester auf Wanderschaft und besuchen z.B. Orte und Menschen, von denen sie lernen möchten. Wir erfuhren viel über die Herausforderungen und Chancen des engen Kontakts in der Gruppe und der vollständigen Selbstorganisation. Kurz darauf durften wir bei den Studierenden des selbstorganisierten Studiengangs „Philosophie und Gesellschaftsgestaltung“ in der Rhön zu Gast sein, in einige Seminare hineinschnuppern und die Studierenden zu ihren Erfahrungen befragen.

Anfahrt Leibniz Kolleg

Nachdem wir auch die Bahnfahrt noch zur Vorbereitung genutzt hatten konnten wir zwei spannende Tage am Leibniz Kolleg verbringen. (© CA Projektgruppe)

Eingang Leibniz Kolleg

Natürlich durfte auch das bekannteste und älteste Orientierungsprogramm nicht fehlen: das Leibniz Kolleg in Tübingen mit seinem Studium Generale und Sociale. Bei bereichernden Gesprächen mit der Leitung und einigen Teilnehmenden konnten wir viel für unsere Planungen mitnehmen. Ein weiteres Augenmerk lag bei unserem Besuch zudem auf der Architektur und der Innenausstattung der Räume. Denn im Leibniz Kolleg und in Zukunft auch in unserem großen Bestandgebäude leben etwa 50 junge Menschen zusammen. Im Anschluss an den Besuch wurden die Eindrücke direkt an das Planungsteam für den großen Altbau weitergegeben.

An dieser Stelle möchten wir uns sehr herzlich bei allen Projekten und Einzelpersonen bedanken, die wir besuchen und interviewen durften! Danke für die Offenheit und Unterstützung, die wir bei unseren Besuchen erfahren durften! Wir haben dadurch die Möglichkeit, aus den Erfahrungen anderer zu lernen und bereits jetzt wichtige Kontakte zu weiteren Initiativen und Einzelpersonen zu knüpfen.

Bildung gelingt nur gemeinsam

Unser semesterbegleitendes, offenes Bildungsprogramm fußt auf drei Säulen: dem Schaffen geeigneter Räumlichkeiten, dem Bereitstellen finanzieller Mittel für Honorare und Materialkosten und maßgeblich auf dem ehrenamtlichen Engagement der Projektgruppe zur Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.

Bei den ersten beiden Punkten benötigen wir Ihre Unterstützung! Damit wir Räume für Bildung schaffen können, sind wir weiterhin auf Direktkredite angewiesen. Diese ermöglichen es uns, nicht-kommerzielle Veranstaltungen zu beherbergen und in Zukunft auch anderen Initiativen die Räume zur Verfügung zu stellen. Aktuell sammeln wir Direktkredite zur Sanierung unseres großen Bestandsgebäudes. Dort werden im Erdgeschoss barrierefrei zugängliche, flexibel nutzbare Arbeits- und Seminarräume entstehen, die unsere große Aula im Neubau optimal ergänzen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns mit einem (weiteren) Direktkredit unterstützen möchten. Informationen zu Direktkrediten finden Sie auf unserer Homepage. Gerne stehen wir für Rückfragen auch per E-Mail unter direktkredit@collegiumacademicum.de und per Telefon unter +49 (0)6221-652236 zur Verfügung.

Darüber hinaus benötigen wir Spenden, um unsere Recherchen zum Orientierungsjahr weiter voranzutreiben und z.B. weitere Projekte vor Ort besuchen zu können. Außerdem ermöglichen Spenden uns das Zahlen von Honoraren für externe Referent*innen sowie die Ausstattung unserer Seminar- und Arbeitsräume. Über unseren gemeinnützigen Förderverein können Sie diese Spenden steuerlich geltend machen. Sie tragen durch Ihre Spenden dazu bei, dass es in Heidelberg ein abwechslungsreiches und hochwertiges Bildungsprogramm für alle entsteht – sowohl Bewohner*innen von Neu- und Altbau als auch für die Stadtbevölkerung. Ihre Spende können Sie einfach auf unser Konto überweisen:

Förderverein Collegium Academicum Heidelberg e.V.
IBAN: DE92 4306 0967 6036 6733 00
GLS Gemeinschaftsbank eG
Verwendungszweck: Spende CA, Ihr Name, Ihre Email / Ihre Anschrift

Altbauten: Ausführungsplanung in vollem Gange / Bauantrag für das Pförtnerhäuschen gestellt

Im Moment arbeiten wir an der Ausführungsplanung, also der Frage, wie die Organisation der Renovierungsarbeiten ablaufen wird. Darüber hinaus werden die letzten Nachträge für den Bauantrag mit den zuständigen Fachplanern fertiggestellt. Auch hier gehen wir, wie bereits bei unserem Neubau, neue Wege und versuchen, ökologisch nachhaltigere Praktiken zu gängigen Verfahren zu erproben. Geplant ist z.B. den Großteil des Trockenbaus mit gepresstem Stroh zu bauen, da dieses eine ökologische Alternative zu Gips darstellt, Kohlenstoff speichert und für ein angenehmes Raumklima sorgt. Zudem werden auf den neuen Gauben im großen Bestandsgebäude Solarpaneele geplant sowie für die Dachdämmung Zellulose vorgesehen.

Die Planungen werden immer konkreter und wir sind aktuell dabei den genauen Ablauf der Renovierung zu organisieren.

Die Planungen werden immer konkreter und wir sind aktuell dabei den genauen Ablauf der Renovierung zu organisieren. (© CA Projektgruppe)

Im Sinne der Nachhaltigkeit überprüfen wir auch die Wiederverwendung von Kabeln, Bodenbelägen, Schiebewänden und anderen baulichen Elementen im Gebäude. In einem ersten Schritt konnten wir an einem Wochenende bereits Türen des Altbaus schonend demontieren. Diese werden nun zwischengelagert und nach der Renovierung wieder eingesetzt.

Für unser Pförtnerhäuschen haben wir im Dezember den Bauantrag eingereicht, um u.a. eine frühe Zwischennutzung zu ermöglichen.

Das CA in den Medien

Das Interesse an unserem Projekt ist nach wie vor sehr groß. Eine von der Deutschen Presse-Agentur am 09.12.2021 veröffentliche Meldung zu unserem Projekt wurde von mehr als 20 Zeitungen deutschlandweit online und offline veröffentlicht. Unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, der Aachener Zeitung, der Augsburger Allgemeinen und vielen mehr. Darüber hinaus erschien auch unsere „Geschichte des Gelingens“ beim FuturZweiMagazin.

Termine

Am Sonntag, 02.01.2022 um 18:30 Uhr, wird im ZDF in der Sendung Terra Xpress ein Beitrag zu unserem Projekt gesendet. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis des Drehs im Sommer dieses Jahres und freuen uns, wenn viele von Ihnen einschalten.

Darüber hinaus möchten wir Sie zu unserer nächsten öffentlichen Führung über unsere Baustelle einladen, die am Sonntag, den 30.01.2022, um 13:00 Uhr stattfindet. Wir bitten um eine Voranmeldung per E-Mail, damit wir kurzfristige Änderungen aufgrund der Covid-Situation mitteilen können.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben einen guten Rutsch in das neue Jahr!
Ihre Projektgruppe des CA

P.S.: Weitere Einblicke in unsere Arbeit finden Sie auch auf Facebook und Instagram.


Drei Millionen Euro Direktkredite gesammelt

2021-11-26

Liebe Unterstützer*innen,

das für uns ereignisreiche Jahr 2021 nähert sich langsam seinem Ende. Wir haben manches zu feiern - unter anderem das Erreichen von drei Millionen Euro eingeworbener Direktkredite! Vielen Dank an unsere zahlreichen Unterstützer*innen. Dennoch gibt es noch einiges an Arbeit, bevor das Jahr vollends vorbei ist. Der aktuelle Fortschritt auf der Baustelle kann auf der nächsten Baustellenführung am 12.12.21 von 13:00 bis 14:15 besichtigt werden. Hierzu sind Sie alle herzlich eingeladen. Bitte informieren Sie sich kurz vorher auf unserer Homepage zu den dann geltenden Regelungen.

Im heutigen Newsletter erwarten Sie folgende Themen:

  • Neubau: Bauzeitenverzögerung
  • Altbau: Bauantrag gestellt
  • Erfolgreiche Summer-School
  • Finanzierung: Insgesamt 3 Millionen Euro Direktkredite gesammelt
  • Das CA in den Medien
Endlich sind die Besonderheiten unseres Projekts auch nach Außen sichtbar.

Endlich sind die Besonderheiten unseres Projekts auch nach Außen sichtbar. (© Uli Hillenbrand)

Neubau: Einzug verzögert sich

Leider ist es auf der Baustelle unseres Neubaus zu weiteren Verzögerungen gekommen. Sind die Bauarbeiten bis zum Frühsommer weitestgehend nach Plan vorangeschritten, gestaltet sich die letzte Phase sehr herausfordernd. Da einige Bauunternehmen weiterhin durch Materialmangel und die derzeitige Wetterlage nicht die Arbeiten verrichten können, die vorgesehen waren, müssen wir das voraussichtliche Einzugsdatum erneut verschieben. Unser Wohnheim wird somit nicht wie zwischenzeitlich geplant im März einzugsbereit sein. Nach aktuellem Stand rechnen wir damit, dass sich der Einzug um weitere 4-8 Wochen verzögert. Daher arbeiten wir aktuell unter Hochdruck daran, für alle Einziehenden Zwischenlösungen zu finden, bis wir in unseren schönen Holzneubau einziehen können.

Trotzdem ist in den letzten Monaten einiges auf der Baustelle vorangegangen. So wurde die Glasfassade unserer Aula fertiggestellt und wir konnten dort bereits erste Projekttreffen in unserer abhalten. Auch das Dämmmaterial wurde inzwischen, nach gut dreimonatiger Verzögerung, beschafft und in den Wohnungen verlegt. Aktuell wird der Estrich in die einzelnen Wohneinheiten eingebracht. Parallel dazu beginnt der Bau der Treppenhäuser und des Laubengangs.

Auf dem Dachboden unseres großen Bestandgebäudes haben wir in einer Wochenendaktion die alten Kamine abgerissen.

Auf dem Dachboden unseres großen Bestandgebäudes haben wir in einer Wochenendaktion die alten Kamine abgerissen. (© CA Projektgruppe)

Altbau: Bauantrag gestellt

Kürzlich haben wir bei unseren Planungen für das große Bestandsgebäude den Bauantrag eingereicht. Damit nähern wir uns in schnellen Zügen einem möglichen Baubeginn im Frühjahr nächsten Jahres. Für eine möglichst gute ökologische Bilanz planen wir neben energetischen Maßnahmen einen möglichst bestandsnahen Umbau.

Einen großen Fortschritt in Sachen Eigenleistung konnten wir auch im Rahmen von Workcamps erzielen. Die dabei unter anderem geleisteten Demontagearbeiten werden auch im kommenden halben Jahr fortgesetzt. Geplant ist zum Beispiel ein weiteres Workcamp zum Jahresende, sodass einem offiziellen Sanierungsbeginn im Frühjahr nichts im Wege steht.

Neben Wohnraum für die Teilnehmer*innen des Orientierungsjahrs planen wir auch Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus anzubieten. Dafür gab es erste Gespräche und die Anträge für Fördermittel werden vorbereitet.

Erfolgreiche Summer School

Diesen Sommer war viel los auf unserer Baustelle. Neben den beiden einwöchigen Workcamps im Juni und August fand Ende August unsere zweiwöchige Summer School statt. Zwischen 15 und 20 junge, engagierte Menschen waren täglich auf der Baustelle und frästen dort Möbel, passten Bodenschwellen an und nahmen erste Abrissarbeiten im Altbau vor. Doch es ging nicht nur um die Arbeit. An den Nachmittagen gab es ein vielfältiges Bildungsprogramm, das in Kooperation mit vielen Heidelberg Initiativen und Institutionen zusammengestellt wurde. So lernten die Teilnehmer*innen aus Deutschland und Frankreich z.B. nicht nur die Praxis des nachhaltigen Bauens kennen, sondern bekamen von den Architects for future Heidelberg auch einen theoretischen Input. Auch das gesellige Beisammensein am Abend und in den Pausen kam nicht zu kurz und die Stimmung war durchweg positiv. Es war eine Freude, das CA Gelände so belebt zu sehen und bereits jetzt einen Eindruck von der lebendigen und inspirierenden Gemeinschaft zu bekommen, die hier entsteht. Die Summerschool wurde finanziell von der Sto-Stiftung und der anstiftung unterstützt.

Bei unserer Summer School haben wir ein erstes Permakulturhochbeet angelegt.

Bei unserer Summer School haben wir ein erstes Permakulturhochbeet angelegt. (© CA Projektgruppe)

Eigenleistungsarbeiten

Inzwischen ist die Gruppe an freiwilligen Helfer*innen, die regelmäßig auf unserer Baustelle sind, stark angewachsen. Neben den Einziehenden helfen auch viele andere Unterstützer*innen aus Heidelberg mit, sodass nicht nur während des Workcamps und Summer School, sondern jederzeit die Arbeiten vorangehen. In einigen – teilweise auch ganztägigen – Aktionen wurden die ELT-Schächte und Bodenschwellen im Neubau gefräst und angebracht. Des Weiteren wurden Malerarbeiten in der Aula vorgenommen.

Neben den selbstgefrästen Möbeln sammeln wir aktuell auch Möbelspenden für die Möblierung der Wohnheimszimmer. Derzeit finden dafür regelmäßig Möbelabholungen bei Privatpersonen, Firmen und anderen Institutionen statt. Nähere Informationen zur Möbelspende finden sich unter folgendem Link: https://collegiumacademicum.de/spenden/ 

Insgesamt drei Millionen Euro Direktkredite gesammelt

Ein großes Thema ist aktuell die Finanzierung der Sanierung unserer Bestandsgebäude im kommenden Jahr. Dafür haben wir mit verschiedenen Banken verhandelt und stehen nun kurz vor dem Vertragsabschluss der Gesamtfinanzierung.

Neben dem Bankkredit sind auch für dieses Projekt Direktkredite das Herzstück unserer Finanzierung!

Dank Ihrer zahlreichen und großzügigen Unterstützung konnten wir insgesamt bereits 3 Millionen Euro Direktkredite einwerben (davon etwa 2,3 Millionen für den Neubau). Herzlichen Dank dafür!

Für die Altbauten benötigen wir bis Ende des Jahres noch zusätzliche 200.000 Euro. Weitere Informationen zu Direktkrediten finden Sie auf unserer Homepage. Für Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung unter 06221-652236 und per Mail unter kontakt@collegiumacademicum.de

Bewohner*innen

Inzwischen stehen ungefähr 2/3 der künftigen Bewohner*innen fest. Das bedeutet auf der anderen Seite: Es gibt weiterhin noch freie Plätze! Die Bewerbung lohnt sich also weiterhin. Sie ist über unsere Homepage möglich.

Die künftigen Bewohner*innen werden nun Schritt für Schritt in die Projektarbeit eingeführt und wir freuen uns über die vielen neuen Impulse und engagierten Mitstreiter*innen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei neben der Wissensweitergabe auch auf der Begleitung des Gruppenprozesses. Beispielsweise fand bereits auf Initiative der Bewohner*innen eine Finanzvollversammlung statt, bei der unser Finanzplan sowie das Modell der Direktkredite vorgestellt wurde und anschließend noch Zeit war für gegenseitiges Kennenlernen.

Viele neue Bewohner*innen trafen sich bei der Finanzvollversammlung.

Viele neue Bewohner*innen trafen sich bei der Finanzvollversammlung. (© CA Projektgruppe)

Aktuelle Medienbeiträge

In den letzten Wochen war das Interesse an unserem Projekt, insbesondere dem Holzneubau, sehr groß. Im Folgenden finden Sie ausgewählte Links zu online verfügbaren Beiträgen. Wir freuen uns, wenn Sie diese an Interessierte weiterleiten!

Weitere aktuelle Beiträge finden Sie auch auf unserer Homepage. Auch in Zukunft wird es monatlich Führungen über unsere Baustelle geben. Die aktuellen Termine finden Sie auf unserer Homepage. Aufgrund der dynamischen Situation müssen wir kurzfristig entscheiden, ob diese Führungen vor Ort oder digital als Livestream stattfinden können. Sollten Sie Interesse an einer Führung über die Baustelle haben, dann melden Sie sich gerne per Mail unter exkursion@collegiumacademicum.de.

Viele Grüße
Ihre Projektgruppe des Collegium Academicum

P.S.: Weitere Einblicke in unsere Arbeit finden Sie auch auf Facebook und Instagram.

Der Feuer Voigl