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Newsletter mit Jahresrückblick des CA

2024-01-14



Liebe Unterstützer:innen,

2023 war eines der ereignisreichsten Jahre unseres Projekts! Ein Jahr mit großen Veränderungen, vielen überwundenen Herausforderungen und ein Jahr, in dem es Großes zu feiern gab: Der Traum ist Wirklichkeit geworden, der Einzug in unseren Neubau ist geschafft! Damit hat sich auch die Dynamik unseres Projekts gewandelt. Weg von dem Bauprojekt, das wir bis dato waren, hin zu einem Wohnprojekt – zumindest teilweise. Ganz können wir das Bauen noch nicht lassen. Denn fertig sind wir noch lange nicht! Den Jahreswechsel wollen wir daher nutzen, um die Höhepunkte des vergangenen Jahres mit ein paar Fotos und Anekdoten zu reflektieren.

Jahresanfang

Letztes Jahr um diese Zeit gingen so ziemlich alle von uns auf dem Zahnfleisch. Die zahlreichen Bauzeitverzögerungen gingen an die Substanz, es gab immer noch einiges an Eigenleistung zu erledigen, bevor wir einziehen konnten und viele wohnten in Zwischenlösungen. Alle wollten nur noch eins: Endlich einziehen! Doch so weit war es zunächst noch nicht. Letzte Arbeiten und Berichte für den Brandschutz mussten noch erledigt werden, bevor die ersehnte Genehmigung aus dem Heidelberger Bauamt erfolgen konnte…

Einzug

Als sich dann abzeichnete, dass wir wirklich bald einziehen könnten, organisierte eine engagierte Gruppe schließlich die Einzugswoche – oder besser: die Umzugswoche. Für den tatsächlichen Einzug mit offizieller Schlüsselübergabe etc. fehlten noch zwei Berichte und schließlich die Nutzungsgenehmigung. Damit sich nicht 176 Menschen mit all ihren Kisten und Möbeln gleichzeitig durch die Laubengänge zwängten, organisierten wir den Umzug über eine Woche hinweg. Die ganze Zeit über waren Menschen von der AG Mietverwaltung vor Ort, um die Wohnungen zu öffnen, es gab Leute, die Werkzeuge ausliehen (und versuchten dabei nicht den Überblick zu verlieren) und beim Möbelaufbau halfen. Ein ganz schön großer Organisationsaufwand. Dazu war fast jeden Tag ein anderes Fernsehteam vor Ort, um dieses besondere Ereignis zu filmen. Das Interesse der Medien, neben all den schlechten Nachrichten auch einmal etwas Positives und Ermutigendes berichten zu können, war gigantisch. Und so brachten nach und nach all unsere zukünftigen Mitbewohnis ihre Sachen in ihre Zimmer im CA. Nur hier wohnen und schlafen, das durften wir noch nicht. Bis…

Bild: Das Einzugs-Orga-Team ist bereit für die Umzugswoche! (© CA)

Bild: Das Einzugs-Orga-Team ist bereit für die Umzugswoche! (© CA)

Bild: Der große Umzug beginnt. (© Uli Hillenbrand)

Bild: Der große Umzug beginnt. (© Uli Hillenbrand)

Am 16. Februar, ein Donnerstag, warteten alle nur noch auf die Genehmigung vom Bauamt. Alle Dokumente waren eingereicht, nun fehlte nur noch der offizielle Daumen nach oben. Es war schon später Nachmittag und mit fortschreitendem Nachmittag schwand die Hoffnung, dass wir an diesem Tag noch einziehen dürften. Dann halt morgen, dachten alle. Bis jemand schließlich eine unscheinbare Mail, die zuvor übersehen worden war, im E-Mail-Postfach fand und die frohe Botschaft, auf die alle so sehnlichst gewartet hatten, vom Laubengang verkündete: Wir durften einziehen! Die Nachricht verbreitete sich daraufhin wie ein Lauffeuer in der Projektgruppe und so kamen nach und nach immer mehr CAlis auf die Fläche, die von nun an unser Zuhause sein durfte. Eine spontane Party vor der Aula brach sich Bahn, die Sektkorken knallten, die große, große Last, die alle auf Schultern trugen, fiel ab und machte einer überbordenden Euphorie Platz. So sehr wir alle uns diesen Moment auch herbeigesehnt hatten, so überwältigt waren dann doch viele von der Wucht der Gefühle, die dies auslöste. All die Mühen und all die Entbehrungen der letzten Monate und der letzten Jahre zahlten sich nun aus. Es war geschafft. Was für ein Moment! Während also die Musik spielte, alle sich herzliche Umarmungen schenkten und so manche Freudentränen flossen, gab es eine kleine emsige Gruppe von Menschen aus der Mietverwaltung, die anstelle mit allen zu tanzen und zu trinken, irgendwelche Blätter vorbereiteten. Denn natürlich war mit dieser Genehmigung einzuziehen lange noch nicht alle Arbeit getan. Und so wurden während der Feier die entsprechenden Unterlagen vorbereitet, sodass noch an diesem Abend die ersten Schlüssel übergeben werden konnten. In einer großen Polonaise zogen wir also von WG zu WG und unter großem Jubel wanderte ein Schlüssel nach dem anderen von dem dicken Schlüsselbund der Mietverwaltung in die zitternden Hände der neuen Bewohnis. Das ist unser Haus! So surreal das alles war, heute konnten wir zum ersten Mal in unserem eigenen gemütlichen Holzhaus schlafen. Wenn man denn bei all der Euphorie des Abends überhaupt schlafen konnte. Es war kaum zu fassen. Ein utopischer Traum von vor 10 Jahren war nun Wirklichkeit geworden. Was für ein inspirierendes Ereignis! Wenn dies also möglich ist, was erträumen wir als nächstes?

Leben im Haus

Nach dem Einzug begann das Leben in der Selbstverwaltung. Instandhaltungsaufgaben, wie das Fegen der Laubengänge, das Putzen des Waschsalons, das Herausstellen der Mülltonnen oder das Abschließen des Altbaus, wurden den WGs zugewiesen und rotieren wöchentlich. Es gab auch einige kleine Anfangsschwierigkeiten. So waren beispielsweise einige Schränke nach den Brandschutzertüchtigungen zu groß für ein paar Zimmer. Diese mussten später, nachdem wir wieder eine Fräse hatten, kleiner nachgefertigt werden. Außerdem stand auch das Integrieren all der neuen Menschen in das Projekt an – etwas, das wohl eine kontinuierliche Aufgabe für uns bleiben wird. Grundsätzlich änderte sich nun auch die Struktur des Projekts. Daher beschlossen wir in unserer ersten Mitgliederversammlung des gesamten Wohnheims die neuen Aufgabenbereiche der AGs und Initiativen. Diese Mitgliederversammlung war auch eine erste erfolgreiche Bewährungsprobe für das Funktionieren der Selbstverwaltung per Konsensprinzip in dieser großen Zusammensetzung. Einiges änderte sich dann aber doch nicht so sehr wie gedacht. Beispielsweise das Plenum. Viele Gedanken wurden sich gemacht zum künftigen Verhältnis zwischen Bewohnenden und nicht im Wohnheim lebenden Projektmitgliedern. So sollte das Plenum erst zweigeteilt werden in einen Teil, der für die gesamte Projektgruppe relevant ist und einen, der nur die Bewohnenden betrifft. Dies hat sich heute nicht durchgesetzt, da das CA weiterhin von einem Projektgeist getragen ist und wir noch nicht den Luxus haben, uns mit reinen Wohnproblemen zu beschäftigen. Fast alles, was im Plenum besprochen wird, betrifft dann eben doch die gesamte Projektgruppe – wenngleich es auch Ausnahmen gibt. Wie etwa die Frage, ob wir einen kleinen Swimming-Pool bauen wollen oder wo der Kompost hinkommt. Auch die Rolle des Plenums bleibt weiterhin die des pulsierenden Herzens unserer Selbstverwaltung mit lebhaften Debatten, anstelle der eigentlich vorgesehenen ausgeprägten Autonomie der AGs und Initiativen, die dem Plenum lediglich von den Aktivitäten der Woche und bevorstehenden Entscheidungen berichten. Doch was ist, muss ja nicht so bleiben und so sind wir alle gespannt darauf, wie sich die Selbstverwaltung in unserem Projekt weiterentwickelt.

Bild: Gruppenfoto von unserer ersten Mitgliederversammlung nach dem Einzug. (© CA)

Bild: Gruppenfoto von unserer ersten Mitgliederversammlung nach dem Einzug. (© CA)

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Bilder: Leben im sommerlichen CA! (© Fabian Zapatka)

Die Aula wird fertig

Im Sommer wurde dann endlich auch unsere Aula fertig! – Pünktlich zur großen Eröffnungsfeier, über die wir auch schon in einem vergangenen Newsletter berichtet haben. Die Eröffnungsfeier war sehr emotional für uns und eine wunderbare Möglichkeit, all die Personen, die das Projekt auf dem langen Weg hin zu seiner Verwirklichung begleitet und unterstützt haben zu versammeln, zu danken und gemeinsam zu feiern. Seit der Eröffnungsfeier war die Aula auch Schauplatz der Mitgliederversammlung des Mietshäuser Syndikats, unserer eigenen Mitgliederversammlungen und unseres wöchentlichen Plenums. Außerdem fanden in der Aula bereits Konzerte und Kunstausstellungen statt, sowie Lesungen, Tanzkurse und Kinoabende und nicht zuletzt die vom CA organisierten RambaCAmba-Partys, von denen es auch in Zukunft viele weitere geben wird. Mit der Aula war die letzte noch fehlende große Gemeinschaftsfläche im Zentrum unseres Neubau-Gebäudekomplexes fertiggestellt worden und erfüllt seitdem das Wohnheim mit Leben.

Bild: Einweihungsfest im Sommer. (© CA)

Bild: Einweihungsfest im Sommer. (© CA)

Bild: Erste Mitgliederversammlung in unserer eigenen Aula. (© CA)
 

Bild: Erste Mitgliederversammlung in unserer eigenen Aula. (© CA)

Der Altbau und das Orientierungsjahr falt*r

Mit dem nun fertig gestellten Neubau richtete sich die Aufmerksamkeit immer mehr auf den Altbau sowie das nahende Orientierungsjahr falt*r. Hier durften wir auch neue Gesichter im Projekt begrüßen. Lisa und Franzi, die bislang neben ihrem enorm großen Engagement für den baulichen Fortschritt des CAs auch noch die Organisation des kommenden Orientierungsjahrs vorangetrieben hatten, gaben ihre Aufgaben langsam an diejenigen Personen ab, die den falt*r in Zukunft begleiten und prägen werden: Nana und Marco. Nun galt es Werbung zu machen für das anstehende Orientierungsjahr, Messe um Messe wurde besucht und unzählige E-Mails an ehemalige Lehrkräfte oder andere potentiell Interessierte verschickt. Als sich abzeichnete, dass es auch im Altbau Bauzeitverzögerungen geben wird, musste umdisponiert werden. Ein kleinerer Jahrgang wird nun also ab dem 19. Januar einziehen können und am 1. Februar in ein etwas verkürztes erstes Orientierungsjahr starten. Aktuell gibt es nur noch 3 freie Plätze für Teilnehmende. Alle Infos zur Bewerbung gibt es online unter www.faltr.de

Einen ersten Vorgeschmack auf den falt*r konnten wir aber bereits erleben: mit einem Berufsorientierungswochenende in unserer Aula in Kooperation mit der Schmid Stiftung, sowie einem Herbstprogramm mit vielen spannenden Bildungsangeboten. Wir sind alle schon unglaublich gespannt, wie sich das Projekt durch die vielen neuen und jungen Menschen verändern wird! Neben den Räumlichkeiten für das Orientierungsjahr werden nämlich auch noch weitere Wohnungen fertig, viele davon im sozialen Wohnungsbau. Hierfür galt es einen Auswahlprozess zu gestalten. Eine schwierige und folgenreiche Aufgabe. Denn anders als im Wohnheim, bei dem es eine ständige Rotation gibt, werden diese Menschen und Familien wohl eine sehr lange Zeit in den Wohnungen leben und das Projekt somit auf lange Zeit mitprägen und bereichern. Das bedeutet auch: Es wird bald Kinder im CA geben! Doch müssen die Wohnungen im Altbau erst mal fertig werden. An diesem Ziel wurde in zahlreichen „HammerCAmp“-Wochen im Sommer gearbeitet. Hierbei hatten wir neben den Leuten aus dem Wohnheim auch viele Gäste, die von außerhalb zu uns ins CA kamen, in einer unserer WGs Unterschlupf fanden und gemeinsam mit uns im Altbau arbeiteten. Gekrönt wurden diese Arbeitseinsätze mit einem mittlerweile zur Tradition gewordenen „Fräsathlon“ – 24 Stunden unablässiger Arbeit im Schichtdienst. Sei es das Fräsen der Möbel (daher der Name), das Herausreißen von Teppichböden oder inzwischen vor allem das Streichen der fertigen Zimmer. Noch sind wir nicht ganz fertig mit dieser Aufgabe, aber die Fertigstellung ist schon in Sicht. Ein letzter Kraftakt und dann ist es geschafft! An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal herzlich bei allen Firmen und Planer*innen, die in unserem Altbau tätig sind und alles für eine schnelle Fertigstellung des Gebäudes geben, bedanken.

Bild: Der Altbau wird langsam fertig. (© Uli Hillenbrand)
 

Bild: Der Altbau wird langsam fertig. (© Uli Hillenbrand)

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Bilder: Impressionen aus den Eigenleistungsaktionen. (© CA)

Dieser Jahresrückblick kann natürlich lediglich anekdotenhaft einige der Ereignisse des vergangenen Jahres wiedergeben. Vieles wurde hier nicht erwähnt. So wurde etwa unser Neubau mit dem Preis für “Beispielhaftes Bauen” ausgezeichnet. Außerdem ist über unser Projekt in allen möglichen Medienformaten berichtet worden: in den Nachrichten (tagesthemen), in Zeitungen und Magazinen (Stern-Reportage), in Fachzeitschriften (CRADLE), in einer großen Satiresendung (Heute Show), bis hin zu einer Quizsendung (Wer weiß denn sowas?!). Wir hoffen, dass all diese Medienauftritte vielleicht die ein oder andere Person inspiriert hat, auch aktiv zu werden und ein eigenes, utopisches Projekt zu beginnen. Gleichzeitig hoffen wir damit auch noch weitere Unterstützer*innen zu gewinnen, denn auch wenn wir nun bereits einige Zeit in unserem Wohnheim leben und sich die Mieteinnahmen sammeln: Noch sind nicht alle Rechnungen bezahlt und wir benötigen immer noch über 300.000 Euro an Direktkrediten, sprich nachrangige Darlehen. Wenn Sie also noch eine nachhaltige Geldanlage suchen, oder jemanden kennen, der sich dafür interessieren könnte, verbreiten Sie die Nachricht und wenden Sie sich an Ihre Bezugsperson im CA oder an uns per E-Mail (kontakt@collegiumacademicum.de) oder Telefon! Wir danken allen, die uns im letzten Jahr auf vielfältige Weise unterstützt haben und denen, die uns auch weiterhin unterstützen. Denn wir sind noch lange nicht am Ende: 2024 wird ein spannendes Jahr! Der falt*r startet mit seinem ersten Jahrgang, der Altbau wird fertiggestellt und bezogen und schließlich steht da dann noch unser letztes großes Bauprojekt an: Unser wunderschönes Pförtnerhäuschen wird saniert und zu einem Café umgebaut. Und wer weiß, was das neue Jahr noch für Überraschungen und Entwicklungen bereithält. Wir sind gespannt und voller Vorfreude!

Ihnen ein frohes Neues Jahr 2024
Grüße aus unserem Traum-Holzhaus in Heidelberg!

P.S. Wir begrüßen Sie auch herzlich in unserem Traum-Holzhaus, ob bei einer Veranstaltung in der Aula oder der nächsten Führung am 21.01.24 um 14 Uhr. Über eine Anmeldung zur Führung per Mail freuen wir uns sehr.

Bild: Das CA als Frage in einer Quizshow vom 18.12.23.

Bild: Das CA als Frage in einer Quizshow vom 18.12.23.

Bild: Das Fernsehteam der Heute Show im CA! (© CA)

Bild: Das Fernsehteam der Heute Show im CA! (© CA)

Bild: Weihnachtliche Beleuchtung im CA. Wir wünschen Ihnen ein frohes Neues Jahr! (© CA)

Bild: Weihnachtliche Beleuchtung im CA. Wir wünschen Ihnen ein frohes Neues Jahr! (© CA)


Newsletter zur Eröffnungsfeier des CA am 14.07.2023

2023-08-04



Ein Gruppenfoto in unserem Neubau nach der Veranstaltung.

Ein Gruppenfoto in unserem Neubau nach der Veranstaltung. (© CA)

Liebe Unterstützer:innen,

Am Freitag vor zwei Wochen konnten wir offiziell unsere Eröffnungsfeier feiern! Es war eine sehr schöne und emotionale Veranstaltung und wir freuen uns, dass so viele Menschen den Weg zu unserem tollen neuen Wohnheim in Rohrbach gefunden haben. Für diejenigen, die leider nicht dabei sein konnten, aber auch für die, die dort waren, möchten wir in diesem Newsletter von diesem unvergesslichen Tag berichten.

Der Tag begann mit einer Pressekonferenz. Darin berichteten Lisa und Franzi der angereisten und sehr interessierten Presse von dem Ursprung des Projekts im ehemaligen CA in der Altstadt, der Vision des neuen CA, dem langen Weg zur Realisierung, bis hin zu dem, was noch kommt: Etwa das Orientierungsjahr falt*r, für das weiterhin Bewerbungen angenommen werden. Anschließend wurden noch mehrere Interviews von Bewohnenden gegeben.

Die gefüllte Aula erwartet den Beginn der Veranstaltung.

Die gefüllte Aula erwartet den Beginn der Veranstaltung. (© CA)

Unser Architekt erhält eine Sonnenblume vom Moderationsteam.

Unser Architekt erhält eine Sonnenblume vom Moderationsteam. (© CA)

Darauf folgte der offizielle Einweihungsakt. Unsere nun fertige Aula war rappelvoll: Bewohnende, Eltern, Unterstützende, Direktkreditgebende, Planer und Architekten, Menschen aus der Politik und anders mit dem Projekt verbundene. Alle hörten gespannt zu, wie zunächst einer unser Architekten, Hans Drexler, von der Architektur des Gebäudes und dann unser Bauleiter, Konstantin Biek, von den Besonderheiten dieser Baustelle, bei der noch Studis und Azubis mitmischten, erzählten. In zwei Diskussionsrunden wurde sich dann zum einen über Herausforderungen und Chancen von Förderprogrammen für nachhaltiges Bauen und zum anderen über Bottom-up Bau und Projektlernen ausgetauscht. Hierzu hatten wir Gäste aus dem Förderprogramm BBSR, der Stadtverwaltung, dem Mietshäusersyndikat und der IBA (Internationale Bauausstellung) eingeladen, sowie den Architekten unseres Altbaus und Menschen aus unserer Projektgruppe. Carl Zillich (IBA) hatte auch ein anregendes Nietzsche-Zitat dabei: „Das Halbwissen ist siegreicher als das Ganzwissen. Es kennt die Dinge einfacher als sie sind.“ Und einen Ratschlag: “Also bewahrt euch euren Idealismus, eurer Nichtwissen, damit ihr weiter mutig seid, das Neue zu entdecken!”

Eine der zwei Podiumsdiskussionen mit (von links) Carl Zillich (IBA), Felix Lauffer (BBSR), Wolfgang Polivka (HD) und Klara Müller (CA). Moderiert vom langjährigen Projektmitglied Margarete Over. (© CA)

Eine der zwei Podiumsdiskussionen mit (von links) Carl Zillich (IBA), Felix Lauffer (BBSR), Wolfgang Polivka (HD) und Klara Müller (CA). Moderiert vom langjährigen Projektmitglied Margarete Over.

Anschließend überreichte uns die „Altkollegiatin“ Renate noch ein ganz besonderes Geschenk: Ein Bild des ehemaligen CAs in der Seminarstraße. Dieses Bild hatte eine Bewohnerin des CAs gemalt. <
Das Geschenk: Ein Bild mit einer besonderen Geschichte.
Das Geschenk: Ein Bild mit einer besonderen Geschichte. (© CA)
Es hing bis zu seinem Tod in der Kanzlei von Wolfgang, der von 1973 bis 1975 Leiter des ehemaligen CAs war. Nun findet es einen Ehrenplatz in unserem neuen CA. Mit dem Geschenk und den Glückwünschen verband Renate auch den Wunsch, dass das CA ein Ort werden möge, der Altes und Neues verbinde. Zuletzt hörten die Zuschauer*innen der Veranstaltung noch einige Geschichten und Anekdoten von Mitgliedern der Projektgruppe. Von denen der ersten Stunde, denen, die in der Sandgasse dazukamen und zuletzt denjenigen, die in der letzten Bauphase sehr aktiv waren und nun auch eingezogen sind. Wir hörten von vielen, vielen doch zu optimistischen Einzugsdaten (im ersten Flyer: 2014), von geschwänzten Veranstaltungen um einen Kredit für das CA zu verhandeln (und der damit verbundenen Strafarbeit über das Thema: „Absentismus am Arbeitsplatz“), von Zweifeln und Herausforderungen, aber insbesondere von der ursprünglichen Utopie, die dies alles am Leben hielt: Einen besonderen Ort für gelebte Demokratie, Gemeinschaft, Selbstentfaltung und Kultur zu schaffen, der denjenigen gehört, die darin wohnen. Und ein Ort, der überdies die Herausforderung unserer Zeit angeht: Die sozial-ökologische Transformation. Am Ende wurde es emotional. Nico und Franzi, die von Anfang an dabei waren und die Baustelle des Neubaus koordiniert haben, bedankten sich bei der Projektgruppe. Nico sagte: „Es gibt 10.000 Gründe oder mehr, warum das CA unmöglich ist – und vermutlich haben wir die alle einmal besprochen – und dann gibt es euch, das ganze Projektteam, und deshalb ist das CA möglich geworden.“ Franzi schloss dann ab mit einem Appell: „Lasst uns weiter die größten Ziele anstreben und uns nicht mit weniger zufrieden geben. Lasst uns die Welt gestalten. Lasst uns Beispiel sein und andere inspirieren. Lasst uns das CA zu einem immer undogmatischen, herzlichen und offenen Ort machen. Lasst uns Verantwortung übernehmen und lasst uns für eine gemeinsame Zukunft einstehen!“ Alle kamen auf die Bühne, es gab Umarmungen, Konfetti und Luftschlangen – und eine lange Standing-Ovation des Publikums.
Starker und langer Applaus für die Projektgruppe am Ende der Veranstaltung. Es ist geschafft!

Starker und langer Applaus für die Projektgruppe am Ende der Veranstaltung. Es ist geschafft! (© CA)

Nach der Veranstaltung gab es auf dem Gelände noch viel zu sehen und zu entdecken. Das CA hatte zu einem Sommerfest für den gesamten Stadtteil eingeladen. Auf unterschiedlichen Ständen stellten sich andere Initiativen Heidelbergs vor. Außerdem gab es regelmäßige Führungen durch unseren Alt- und Neubau, vier unterschiedliche Bands, leckeres Essen und ausgelassene Sommerstimmung. Einige Impressionen davon sind auf den nachfolgenden Seiten zu sehen.

Zuletzt wollen wir danke sagen: An alle, die bei der Feier waren und diese zu so einem tollen Ereignis gemacht haben. Und ganz besonders an alle, die uns in dieser wahnwitzigen Zeit unterstützt haben. Durch das Helfen auf der Baustelle, durch das Weitererzählen, durch emotionalen Beistand, Möbelspenden, das Anbieten von Unterkünften – und ganz besonders durch die Direktkredite. Ohne all die vielen Leute, die uns Direktkredite gegeben haben, wäre das CA nicht möglich! Und darum wollen wir auch die Gelegenheit nutzen, um auf eine weitere letzte Hürde bei der Finanzierung des CA‘s aufmerksam zu machen: Wir brauchen bis Herbst noch 200.000 Euro an Direktkrediten. Also, wenn Sie schon länger darüber nachgedacht haben, oder jemanden kennen, der daran interessiert sein könnte. Jetzt wäre ein super Zeitpunkt! Dann werden wir bald auch die Eröffnung unseres fertig sanierten Altbaus feiern und junge Menschen im dort stattfindenden Orientierungsjahr begrüßen können. Für das Orientierungsjahr freuen wir uns zudem sehr über Bewerbungen für den ersten Jahrgang. Also teilen Sie gerne unsere Website und erzählen Sie jungen Menschen in ihrem Umfeld von diesem Angebot!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Projektgruppe und alle Bewohner:innen des CA

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Unser Markt der Möglichkeiten am 14.Juli

2023-06-27

Liebe Unterstützer:innen,

endlich sind sie wieder da: Lange Tage gepaart mit warmen Nächten. Das Jahr schreitet voran und wir finden uns im Sommer wieder. Sicherlich genießen auch Sie die Sonne und freuen sich vermutlich schon auf den ein oder anderen Schwimmbadbesuch und Urlaub. Vielleicht auch auf ein anstehendes Sommerfest?
Doch was kann dieser Sommer für uns noch einläuten, hatten wir doch schon einen unvergesslichen Jahresauftakt? Denn nach langem Harren und Hadern wurde unser Wohnheim im Frühjahr endlich Zuhause für 176 Menschen. Wenngleich der Alltag irgendwann zurückkehrt, erinnern wir uns immer wieder gerne an diesen Moment und schwelgen etwas in Erinnerungen. Wir denken an die langjährige Arbeit Einzelner; erstaunen vor den Kräften, die eine Gruppe Engagierter freisetzen kann und danken all jenen, die uns über die Jahre hinweg begleitet haben. Nun ist unser Wohnheim belebt und wir wollen ein Versprechen einlösen: Das CA soll ein Ort für alle sein. Ein Treffpunkt und Freiraum für Heidelberg und darüber hinaus. Deshalb veranstalten wir im Rahmen der Eröffnung unseren Markt der Möglichkeiten - ein Sommerfest, auf dem Sie sich neben Essen, Trinken und Musik auch darauf freuen können, das CA in allen Facetten kennenzulernen. Außerdem bieten weitere Heidelberger Initiativen, die mit uns vernetzt sind, Informationsstände und bunte Mitmach-Aktionen an. Auch die Möglichkeit zum Rad-Check – einer kleinen Fahrradreparatur – wird gegeben sein. Im Anhang finden Sie auch unser Poster!
Wir laden Sie mit großer Vorfreude ein, unserem Markt beizuwohnen! Hier gesammelt die wichtigsten Informationen:

Wann?Am 14.07.23 von 16-20 Uhr
Was?Essen, Getränke, Musik, Infostände, Führungen, Rad-Check und mehr!
Anfahrt?Sie erreichen uns sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Denn direkt vor unser Haustür befindet sich die Straßenbahnhaltestelle „Ortenauer Straße.“

Wir freuen uns auf Sie!
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Projektgruppe und alle Bewohner:innen des CA

Poster Eröffnungsfeier
Gerne dürfen Sie dieses Poster auch an Freund:innen und Bekannte weiterleiten

Die erste Mitgliederversammlung, unser zweites Richtfest und über 300.000 € weitere Direktkredite

2023-05-14



Liebe Unterstützer:innen,

176 neue Bewohner:innen sind auch 176 Ideen und doppelt so viele Hände, die mit anpacken. Seit unserem Einzug vor inzwischen fast drei Monaten kann man dies mehr als deutlich spüren. Auf unserer ersten gemeinsamen Versammlung mit allen Bewohner:innen haben wir wichtige Entscheidungen für unser Zusammenleben getroffen, unser Orientierungsjahr wird immer konkreter und auch baulich gibt es einige Veränderungen. Was alles in der Zwischenzeit passiert ist, erfahren Sie in diesem Newsletter:

  • Direktkredite: Über 300.000 € bis Ende Mai benötigt
  • Die erste Mitgliederversammlung unseres Wohnheimsvereins
  • Arbeiten im Altbau nehmen Fahrt auf
  • falt*r – Warum der Name und was sonst noch hinter unserem Orientierungsjahr steckt
  • Auftritte in den Medien
  • Weitere Termine

Direktkredite: Über 300.000 € bis Ende Mai benötigt

Die lange Bauphase, der Sanierungsbeginn des Altbaus und endlich: der Einzug in unseren Neubau - alles, was wir bisher erreicht haben, ist nicht nur Ausdruck von großem Engagement. Es ist auch Ergebnis vielfältiger und vertrauensvoller Unterstützung. Schon vor dem Baubeginn, bevor von Mieteinnahmen überhaupt die Rede war, haben viele von Ihnen unserer Vision vertraut - keine leichte Entscheidung, aber es hat sich gelohnt. Für Ihr Vertrauen empfinden wir Dankbarkeit, die nur schwer in Worte gefasst werden kann. Erneut stehen wir an einem Punkt, an dem wir auf ihr Vertrauen und ihre Mithilfe angewiesen sind: Die letzten Schlussrechnungen für den Neubau stehen an und unser Altbau blickt seiner Fertigstellung entgegen. Unser Projekt ist nach wie vor nicht abgeschlossen und bedarf dringend weiterer Unterstützung. Ungefähr 300.000 € Direktkredite wollen wir in den nächsten drei Wochen einwerben. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe! Erzählen Sie gerne auch Ihren Freund:innen und Bekannten von unserem Projekt – jeder Euro zählt!

Die erste Mitgliederversammlung des Wohnheimsvereins

Auf dem Weg in das Carolinum

Eine Konsens­abstimmung auf der ersten Mitglieder­versammlung des Wohnheims­vereins (© CA)

Nach dem erfolgreichen Einzug haben die Bewohner:innen des Neubaus die erste Mitgliederversammlung abgehalten. Neben Finanzberichten und anderen formellen Punkten stand auch der Beschluss der Arbeitsbereiche der Gremien, AGs und Initiativen auf der Tagesordnung. Außerdem fand die Wahl des Belegungsgremiums - kurz: Belegium - statt. Die gewählten Vertreter:innen werden fortan mit dem Auswahl neuer Mitbewohner:innen beauftragt.

Arbeiten im Altbau nehmen Fahrt auf

In unserem Altbau geht es voran: Ende dieses Jahres sollen dort 50 junge Menschen einziehen, um an unserem Orientierungsjahr teilzunehmen. Zudem sollen dort 30 weitere Wohneinheiten für den sozialen Wohnungsbau und WGs entstehen. Damit das gelingt, wurde in den letzten Monaten viel getan: Zahlreiche Firmen – von Elektriker:innen bis zu Maler:innen, vom Trockenbau bis zum Dach – haben ihre Arbeit aufgenommen. Rohbau- und Zimmerei-Arbeiten sind bereits abgeschlossen und sogar die Fertigstellung der Dachgauben konnten wir mit einem kleinen Richtfest feiern.
Durch neue, bodentiefe Fenster wirkt der große Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss schon jetzt sehr einladend und macht neugierig auf die Seminare, Aktionen und Zusammenkünfte, die dort in Zukunft stattfinden werden. Auch im Rest des Gebäudes wurden Fenster und Türen eingebaut und sorgen für ein angenehmes Licht im gesamten Altbau. Gleichzeitig gewährleistet einen Dreifachverglasung eine nachhaltige Wärmedämmung.
Auf dem Weg in das Carolinum

Gruppenfoto beim Richtfest des Altbaus (© CA)

Doch nicht nur im Inneren des Altbaus tut sich viel, auch die Außenraumarbeiten haben begonnen: Der Treppenabgang zu unserer zukünftigen Fahrradwerkstatt steht, zwischen Neu- und Altbau präsentieren sich die fertiggestellten Gehwege, die Rigole wird eingebaut und der barrierefreie Südeingang am Altbau, der unsere beide Gebäude in Zukunft verbinden wird, ist auch fertig! Außerdem wird unser Altbau gerade eingepackt: Die Arbeiten an der Außendämmung schreiten nämlich gut voran.
Um die sehr großen Räume im Obergeschoss zukünftig auch als WG-Zimmer nutzen zu können, hat auch schon der Einbau unserer ökologisch hergestellten Trockenbauwände aus Stroh begonnen.

falt*r – Warum der Name und was sonst noch hinter unserem Orientierungsjahr steckt

Im Dezember berichteten wir zuletzt von den aktuellen Entwicklungen rund um unser geplantes Orientierungsjahr im CA. Danach erreichten uns einige Nachfragen, die insbesondere auf die Bedeutung des Namens abzielten sowie auf die genauen Programminhalte. Gerne möchten wir unsere Überlegungen zum Namen hier mit Ihnen teilen - auf unserer neuen Homepage https://faltr.de/ gibt es zusätzlich genauere Informationen zum Programm. Wir freuen uns sehr, wenn Sie unser Angebot an interessierte junge Menschen weiterleiten und sie für eine Teilnahme am falt*r begeistern. Wir haben lange diskutiert, haben "Marktforschung" betrieben und uns auf Identitätssuche begeben. Was soll unser Orientierungsjahr sein? Wie fühlt es sich an? Welche Qualitäten soll es haben? Darauf aufbauend haben wir uns auch mit unserer visuellen Identität beschäftigt: Sie sollte an das Wohnheim angelehnt sein, die Origami-Optik und die Farben aufgreifen und sich gleichzeitig etwas abheben - schließlich ist es nicht nur ein Wohnheim, sondern auch ein Bildungsprogramm!
Auf dem Weg in das Carolinum

Der falt*r stellt sich vor - Hier auf der Berufswahlmesse „Einstiegr Frankfurt“(© CA)

Für uns blieb so der Favorit “falt*r” - warum? Ein Falter ist ein Tier, das wie auch unsere Origamivögel (im Logo) frei umherflattert. Falten erinnert auch an entfalten - das wollen wir natürlich fördern. Zusätzlich haben wir uns dazu entschieden, dem Namen noch eine individuelle Note zu geben. Der Ästhetik wegen und auch, um ein Nachdenken über Toleranz und eine inklusive Gesellschaft anzuregen und um gleichzeitig einen eindeutig auf uns zurückzuführenden „Markennamen“ zu haben, haben wir ein Sternchen eingefügt. Schon im Mai haben wir uns auf Messen und in Schulen vorgestellt. Auch im Juni gibt es verschiedene Möglichkeiten, das falt*r-Team kennenzulernen

Auftritte in den Medien

Auch über Landesgrenzen hinaus wird das CA nun bekannt. Unter dem Titel Des étudiants allemands créent la cité U de leurs rêves, zu Deutsch: „Deutsche Studierende erschaffen die Stadt ihrer Träume“ berichtete die französische Umweltzeitschrift Reporterre Mitte April über unser Projekt.

Kurze Zeit später besuchte uns Katharina Thoms für den Radiosender Deutschlandfunk Kultur. In ihrem fünfminütigen Beitrag „Studierende als Bauherrn - Bezahlbar leben im selbst gebauten Wohnheim“ spricht sie sowohl mit einer frisch eingezogenen Bewohnerin als auch einem Gründungsmitglied des Projekts.

Für den Sender Deutschlandfunk Nova publizierte sie einen weiteren Radiobeitrag, in dem sie besonders auf unsere Selbstverwaltung und die baulichen Besonderheiten unseres Wohnheims eingeht. Dieser ist unter dem Titel „Wohnen in Heidelberg- Studierende bauen Wohnheim selbst“ online abrufbar.

Pauline May berichtete für die Münchner Studierndenzeitung Philtrat über unser Wohnheim und hat für ihren Artikel ebenfalls ebenfalls mit zwei Bewohnenden gesprochen.

Auch der regionale Fernsehsender RON TV berichtete in seiner LIVE-Sendung m 03. Mai 2023 über unser Projekt. Der entsprechende Beitrag ist unter diesem Link verfügbar.

Weitere Termine

Wir laden herzlich zu unseren nächsten öffentlichen Führungen, am Sonntag, den 21. Mai und Sonntag, den 18. Juni, jeweils um 14 Uhr ein. Treffpunkt ist vor dem Pförtnerhäuschen auf unserer Fläche auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle Ortenauer Straße in Heidelberg-Rohrbach. Eine Wegbeschreibung finden Sie auf unserer Website unter Anfahrt.
Wir bitten außerdem um eine vorherige Anmeldung per Mail an exkursion@collegiumacademicum.de. Außerdem möchten wir alle Interessierten auf unsere HammerCAmps – unseren diesjährigen Eigenleistungswochen – aufmerksam machen. Falls Sie Lust auf handwerkliche Betätigung im Altbau, verschieden Bildungsangebote und gemeinsame Freizeit in einer großen Gruppe haben, vermerken Sie sich folgende Termine:

  • 03.-09. Juli
  • 17.-23. Juli
  • 31.-06. August
  • 14.-20. August
  • 04.-10. September Die Anmeldung finden Sie hier.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Projektgruppe und alle Bewohner:innen des CA


Der Einzug – Leben und Lernen im CA

2023-02-23



Liebe Unterstützer:innen,

das neue Jahr steckt noch in den kühlen Kinderschuhen, hält aber schon jetzt einiges bereit. Denn nach all der Zeit und des langjährigen Einsatzes unserer Projektgruppe erreichen wir den bislang größten Erfolg: Leben kehrt in das CA ein! Von nun an wohnen in unserem Holzneubau 176 junge Menschen, die Heidelberg mit ihrem Engagement und frischen Ideen bereichern. Ganz in diesem Sinne blicken wir hier gemeinsam auf diesen wichtigen Meilenstein zurück; durchlaufen erneut die letzten Hürden, die vor dem Einzug lagen und wagen einen Blick auf die kommende Zeit.

Jedoch sind wir trotz der festlichen Stimmung – von der Sie hoffentlich auch nicht verschont bleiben – nach wie vor nicht an unserem Ziel angelangt und die Reise geht weiter. Denn direkt neben unserem Neubau bewegt sich unser großes Bestandsgebäude auf seine Fertigstellung zu. Um die generellen Baukosten sowie ungeplante Mehrkosten zu decken, benötigen wir Ihre Hilfe: Bis Ende März wollen wir weitere 600.000 € an Direktkrediten einwerben – ein ambitioniertes Ziel, das nur mit ihrer Unterstützung möglich wird!

Endspurt in der Eigenleistung

Zehn Jahre ist die Idee eines selbstverwalteten Wohnheims nun alt: Eine WG in der Altstadt Heidelbergs erträumte sich damals einen Ort für bezahlbares Wohnen, eine Bildungsstätte, einen Freiraum. Auf dem Weg dahin erfordern diese großen Visionen vor allem umfangreiches Engagement, Verantwortung und Arbeit.

So auch in den vergangenen Wochen: Für viele einsatzbereite Projektgruppenmitglieder und zukünftige Einziehende umfasste die typische Woche in der vergangenen Zeit mehrere Tage, die vollgepackt mit Eigenleistung waren. Meist an den Wochenende fanden sich zwanzig bis dreißig Engagierte auf der Baustelle ein. Hier bauten die Handwerksbegeisterten die letzten Schiebetüren auf, installierten Küchen und verkleideten Trockenbauwände mit Holz. Immer begleitet von einem leckeren Mittagessen und guter Stimmung gelang es, die restlichen Arbeiten der Eigenleistung für unseren Neubau so weit abzuschließen, dass vor allem die Wohnungen vor der Abnahme bezugsfertig waren.

Einzug in Etappen

Nachdem die entsprechenden Gutachter:innen unser Gebäude geprüft hatten und schließlich alle fehlenden Abschlussberichte bei den zuständigen Behörden eingegangen waren, hielten wir endlich unsere Abnahme in den Händen. Dem Einzug stand nichts mehr im Wege. Doch wie kann ein Einzug mit 176 Menschen möglichst reibungslos vonstattengehen? Um dabei nicht im kompletten Chaos zu versinken, hatte sich hierfür schon frühestmöglich ein Planungsteam gefunden, das sich mit der Koordination beschäftigte.

Dann war es so weit: Ausgestattet mit Akkuschrauber, vollem Gepäck und natürlich einer großen Portion Vorfreude betraten die künftigen Mitbewohner:innen die Fläche. Hier zeigten die Menschen des Planungsteams – wahre Multitalente – den Einziehenden unter anderem, wie sie ihre selbst gefrästen Möbel zusammenbauen müssen und welche Möbelspenden für ihre Wohnung vorgesehen sind. Unsere fleißigen Mitglieder der AG Mietverwaltung übergaben im Nachhinein die Schlüssel und schrieben jeweils das Übergabeprotokoll.

Besprechung der Koordinierenden und der AG Mietverwaltung am Informationsstand

Besprechung der Koordinierenden und der AG Mietverwaltung am Informationsstand ©Uli Hillenbrand

Der Einzug ist jetzt vollbracht. Alle Zimmer sind gefüllt und wer von außen in die Fenster blickt, erkennt ein buntes Treiben: In einer WG wird noch eine Wand gestrichen, in der anderen montieren die frisch gebackenen Mitbewohner:innen geübt ihre übrigen Fußbodenleisten. Anderswo sieht man schon ein eingeräumtes Zimmer, Pflanzen stehen am Fenster. Hier und dort wird gekocht.

Ankommen, Kennenlernen, Weiterdenken

Nachdem in der nächsten Zeit die Bewohner:innen die Restarbeiten ihrer WGs abgeschlossen haben, steht auch schon eine große Einzugsveranstaltung vor der Tür. Dabei wird der Umgang mit dem Haus nahegelegt: Fragen zu der Photovoltaikanlage, dem richtigen Lüften des Passivhauses und der Nutzung des Aufzugs finden hier ihre Antwort.

Außerdem stellen sich die einzelnen Gremien, Arbeitsgruppen und Initiativen des Projekts vor, in die sich die tatkräftigen Mitbewohner:innen in Zukunft einbringen sollen – ein selbstverwaltetes Wohnheim verwaltete sich nämlich nicht von selbst. Zudem werden die Bewohnenden in der ersten Mitgliederversammlung mit dem zentralen Entscheidungsorgan der Selbstverwaltung in Berührung kommen.

Ein Lichtermeer – der bewohnte Neubau bei Nacht

Ein Lichtermeer – der bewohnte Neubau bei Nacht © Uli Hillenbrand

Generell sind eine Handvoll Arbeiten auch noch nicht abgeschlossen und bieten noch Spielraum für Kreativität und Engagement – so zum Beispiel der Außenraum, der auch eine große Gestaltungsfläche für die Initiative Garten bieten wird, die sich noch in ihrer Gründung befindet. Die kommenden Wochen und Monate halten somit weitere spannende Geschichten bereit, von denen wir Ihnen gerne wieder berichten.

Weitere 600.000 € Direktkredite – Ihre Hilfe zählt

Ihre Unterstützung und Vertrauen in uns und unsere Vision hat schon jetzt Berge versetzt. Mehr als vier Millionen Euro an Direktkrediten haben wir mit Ihrer Hilfe gesammelt. Dieser finanzielle Rückenwind lässt uns unseren Traum verwirklichen, Gemeinschaft zu schaffen und Gesellschaft zum Besseren zu verändern.

Auch nach dem Einzug bedarf es weiterer Unterstützung: Häufige Bauzeitverzögerungen, Mehrkosten im Neubau, steigende Preise – leider bleiben auch wir davon nicht verschont. Das schlägt sich in unserer Finanzierung nieder: Um in der kommenden Zeit all unsere Kosten zu decken und die Mieten im Altbau so gering wie möglich zu halten, benötigen wir bis Ende März weitere 600.000 Euro!

Auftritte in den Medien

In der Wochenzeitung Kontext gab Sabine Hebbelmann Ende letzten Jahres einen umfangreichen und lebendigen Einblick in die Wurzeln, Entstehung und Umsetzung unseres Mammutprojekts. Dabei begleitet Sie Franziska Meier, Mitbegründerin und aktives Projektgruppenmitglied des CA. Lesen Sie deshalb unbedingt „Öko, demokratisch und unabhängig“.

Ein kurzer Blick gen Altbau: Anlässlich des Sanierungsbeginns hat die Rhein-Neckar-Zeitung Mitte Januar in ihrem Artikel „Für das neue Collegium Academicum wird jetzt der Altbau saniert“ über unser Bestandsgebäude berichtet. Hier wird Raum für ein Orientierungsjahr, sozialen Wohnungsbau und weitere WGs geschaffen.

Kommen wir nun zu unseren neusten Auftritten – der Einzug weckte nämlich großes mediales Interesse und hinterließ eine bunte Mischung an Fernseh– und Zeitungsbeiträgen: Im Mannheimer Morgen können Sie im Artikel von Michaela Rossner über unseren Einzug lesen. Den Artikel finden Sie hier.

Außerdem begleitete uns SWR Aktuell beim Einzug. Das Video finden sie hier. Unser Beitrag beginnt ab Minute 15:17. Darüber hinaus sind wurde auch in den tagesthemen (ab 27:48 min) und der ZDF Drehscheibe über uns berichtet. Freuen Sie sich auf viele weitere Beiträge und halten Sie die Augen offen!

Abschließend noch etwas Werbung in eigener Sache: Auf unserer Instagram-Seite erklärt unser Social-Media-Team kurz und knapp, was es mit Direktkrediten auf sich hat. Den Beitrag finden Sie hier - teilen Sie ihn gerne mit Freund:innen, Verwandten und Bekannten!

Termine

Wir laden Sie herzlich zu unserer nächsten öffentlichen Führung am 26. März um 14 Uhr ein. Treffpunkt ist vor dem Pförtnerhäuschen auf unserer Fläche auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle Ortenauer Straße in Heidelberg-Rohrbach. Wir bitten um das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Anmeldung per Mail über exkursion@collegiumacademicum.de.

Außerdem: Der Einzug in unser Wohnheim muss natürlich gefeiert werden. In den kommenden Newslettern erfahren Sie mehr über unsere Eröffnungsfeier!

Mit freundlichen Grüßen und großem Dank

Ihre Projektgruppe und alle Einziehenden des CA

Der Feuer Voigl